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Österreicher zieht es in die Ferne
Die Österreicher planen heuer voraussichtlich mehr Fernreisen als in den vergangenen beiden Jahren. Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) plant eine Reise außerhalb Europas, wie aus einer aktuellen Umfrage des Online-Tarifvergleichsportals durchblicker.at hervorgeht.
Im Vorjahr absolvierten 22% der Befragten eine Fernreise, 2016 waren es erst 16,5%. Der Großteil (67%) bleibt aber in Europa - wie schon in den Jahren zuvor (2017: 72%, 2016: 68%). Der generelle Trend geht in Richtung mehrere, dafür kürzere Reisen pro Jahr. Zumindest einen Urlaub in Österreich verbrachten in den beiden Vorjahren 64 Prozent der Befragten; für heuer geplant ist das erst von 50 Prozent. Mehr als die Hälfte (55) fixieren ihre Kurzurlaube in der Heimat allerdings frühestens vier Wochen vor Reiseantritt, 20 Prozent höchstens zwei Wochen davor.
Reisefreudigkeit steigt, Sicherheitsbedürfnis auch
Ins Ausland verreisten im Vorjahr 83 Prozent der Befragten (2016: 76 Prozent), für heuer planen das bereits 82 Prozent. Nach den internationalen Krisen und Terroranschlägen, die vor zwei Jahren noch zu einem spürbaren Einbruch der Reisefreudigkeit führten, ist zwar die Lust auf Urlaub wieder gestiegen, aber auch die Sehnsucht nach Sicherheit. Das äußert sich zum einen bei der Wahl der Feriendestination und zum anderen bei der verstärkten Bereitschaft zu einer Reiseversicherung. Eine Einzel- oder Jahresreiseversicherung hatte 2016 etwas mehr als jeder Vierte (27 Prozent) abgeschlossen, im vergangenen Jahr war es bereits knapp jeder Dritte (32 Prozent). Gänzlich ohne Versicherung in den Urlaub starteten vor zwei Jahren noch 25 Prozent, 2017 waren das nur noch 20 Prozent. Der Großteil fühlte sich aber im Vorjahr durch die Kreditkarte (42 Prozent) oder über einen Automobilklub (34 Prozent) ausreichend versichert. Bei Flug- oder Hotelbuchungen würden Reiseversicherungen häufig gleich mitangeboten.
"Diese Tarife sollte man jedoch unbedingt mit anderen Angeboten vergleichen", rät durchblicker.at-Chef Reinhold Baudisch. Denn für einen zweiwöchigen Sommerurlaub einer vierköpfigen Familie schwanken die Versicherungstarife zwischen den Anbietern den Angaben zufolge um gut 25 Prozent.
(apa/red)
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Autor/in:
Michaela Trpin
Redakteurin / Senior Editor
Michaela Trpin hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Crossmediale Marketingkommunikation studiert und versteht es, ihre im Bachelor- und Masterstudium erlernten Kenntnisse mit der Praxis zu verknüpfen. Ihre Leidenschaft fürs Schreiben und Reisen hat sie, als Teil der Redaktion, zum Beruf gemacht. Im Verlag betreut sie die Themen Karibik, Lateinamerika und Luxusreisen.
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