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NIKI: Betriebsversammlungen möglich


NIKI


Bei NIKI laufen derzeit Kollektivvertragsverhandlungen. Am 16. August steht die nächste Runde ins Haus, die bei Unstimmigkeiten zu Betriebsversammlungen in der Hauptflugzeit führen könnte.

Bei den Piloten liege die Bezahlung um 30% unter jener der Air-Berlin-Piloten, sagte Niki-Betriebsrat Stefan Tankovits gegenüber der APA. Auch bei Flugbegleitern mit längeren Dienstzeiten gebe es erhebliche Unterschiede. Für die Piloten lägen von der Geschäftsführung Vorschläge vor, die eine Anhebung der Entlohnung um fünf Prozent bringen würden. Damit bliebe aber zu Air Berlin weiter ein großer Abstand. Auch zur AUA, wo die Pilotengehälter nach Schätzung von Tankovits im Schnitt um etwa 20% höher liegen als bei NIKI, bliebe der Abstand hoch. Tankovits fürchtet eine starke Abwanderung seiner Piloten.

Flugbegleiter unzufrieden

Auch Flugbegleiter werden von Eurowings und AUA gesucht. Für diese gebe es bei NIKI zwar eine Anpassung für die ersten acht Dienstjahre aber bei längerer Tätigkeit sähen die Kollektivverträge keine entsprechende Anpassung mehr vor. Aufgrund der Stationierung von Flugzeugen in Deutschland muss das dort fliegende Personal vor Arbeitsbeginn nach Deutschland eingeflogen werden. Betroffene Mitarbeiter hätten dadurch im Monat bis zu 30 Arbeitsstunden mehr. Vor allem diese Anreisezeiten würden nicht entsprechend abgegolten und führten zu Lohneinbußen.

Stand Alone bis Jahresende

Von Air-Berlin-Eigentümer Etihad gelte weiter die „offizielle Version", dass NIKI ausgegliedert wird und ein „Stand-Alone" vorbereitet, sich also auf eine Existenz als selbstständige Fluglinie mit der Konzentration auf Charterflüge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vorbereitet. „Das kann bis Jahresende passieren", schätzt Tankovits. Es gelte auch, Verträge für so ein neues Geschäftsmodell vorzubereiten. Am Ende soll NIKI 21 Flugzeuge haben, von denen etwa zwei Drittel in Deutschland stationiert sind, vier bis fünf in Wien und bis zu vier in Zürich. Seit Juli gibt es bereits den Standort Düsseldorf, die Stationierung von Flugzeugen in Zürich sei auf Herbst verschoben worden. (apa/red)


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Foto: Michaela Trpin

Autor:

Redakteurin / Senior Editor

Michaela Trpin hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft studiert und ihre Leidenschaft fürs Schreiben und Reisen, als Teil der Redaktion, zum Beruf gemacht. Darüber hinaus betreut sie im Verlag die Themen Karibik & Lateinamerika sowie Luxusreisen.






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