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Uganda: Reise zum Schuhschnabel

Mit mehr als 1.067 Vogelarten – mehr als der Hälfte aller in Afrika beheimateten Arten – ist Uganda ein wahres Paradies für Ornithologen.

Von Winston Churchill einst als „Perle Afrikas“ bezeichnet, ist Uganda bekannt für seine unvergleichbare Naturschönheit und einen besonderen Artenreichtum. Neben den letzten noch lebenden Berggorillas, einer Vielzahl an Primaten und den Big 5, ist vor allem die große Vielfalt an Vogelarten hervorzuheben.

Die große Artenvielfalt ist den unterschiedlichen Landschaften und Klimazonen geschuldet. Mit zahlreichen Seen und Sümpfen, den Gebirgs- und Regenwäldern an der Grenze zu Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo, den Savannenlandschaften und den Halbwüsten im Norden, bietet Uganda eine Vielzahl verschiedener Lebensräume, sodass unterschiedlichste Arten, von Pelikanen, Kormoranen, Reihern, Eisvögeln, Kranichen, Nektarvögeln bis hin zu Greif- und Aasvögeln, zu beobachten sind.

Viel Exotisches

Zu den wohl exotischsten Vogelarten Ugandas gehören der Schuhschnabel, die Afrikanische Binsenralle, der Rwenzori- und der Riesen-Turako. Der vom Aussterben bedrohte Schuhschnabel – ein mit seinem grauen Federkleid eher unscheinbarer Vogel – trägt seinen Namen aufgrund der Form des Schnabels, der sehr lang, breit und tief ist. Wenn es sich nicht gerade auf Beutefang befindet, bewegt sich das Tier sehr langsam und bedächtig, sodass man es gut beobachten kann. Ein buntes Federkleid in den Farben grün, rot und blau trägt hingegen der Rwenzori-Turako. Er ist – wie sein Name bereits verrät – im gleichnamigen Gebirge im Westen Ugandas zu Hause. Der Kronenkranich – Ugandas Wappentier – ist mit seinem auffälligen Kopfschmuck besonders schön anzusehen. Reisende können aber nicht nur einheimische Vögel sehen, sondern auch Zugvögel, die aus dem afrikanischen, europäischen und asiatischen Raum nach Uganda kommen, um dort zu überwintern. Zu diesen gehört beispielsweise der europäische Weißstorch.

Mehrere Nationalparks

Die besten Bedingungen für die Vogelbeobachtung bieten Ugandas Nationalparks. Vor allem der Semliki Nationalpark ist bei Ornithologen beliebt. Denn dort allein sind 400 verschiedene Arten registriert. Weitere Nationalparks mit einer großen Vielfalt an Vögeln sind Bwindi, Mgahinga, Kibale, Queen Elizabeth, Murchison Falls, Kidepo und Lake Mburo.

Die meisten Safari- und Tourenveranstalter in Uganda bieten auch Vogeltouren an. Darüber hinaus gibt es Experten, die sich auf ornithologische Touren spezialisiert haben. Eine Übersicht der Veranstalter sowie weitere Informationen zum Thema bietet die Website www.birding-uganda.com. Auch im Programm vieler Reiseveranstalter befinden sich mittlerweile Reisen zum Thema Vogelbeobachtung. Oft kann aber auch schon ein Nachmittag auf der Veranda einer Safari-Lodge ein buntes Farbenspiel versprechen. Infos zu Uganda außerdem unter www.visituganda.com (red)


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Foto: Christiane Reitshammer privat

Autor/in:

Freie Journalistin

Christiane Reitshammer war von 2003 bis 2012 Teil des Redaktionsteams und ist nun als freie Journalistin gerne für „tip“ und „reisetipps“ unterwegs.





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