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Kostenfalle Handy im Urlaub

Damit Handy-Telefonierer im Urlaub billiger wegkommen, rät die AK: SMS kommen günstiger, vor allem in Nicht-EU-Ländern.

Die Mobilbox kann im Urlaub zur Kostenfalle werden, aber zumindest innerhalb der EU darf für den bloßen Empfang einer Sprachbox-Nachricht kein Entgelt verrechnet werden. Häufig, aber nicht immer, sind die Preise in den untersuchten Urlaubsländern mittlerweise netzunabhängig. Ein Anruf beim Anbieter schafft Klarheit. Wenn man die Netzwahl dem Handy überlässt, dann bucht es sich automatisch in das stärkste Netz am Standort ein. Die AK Konsumentenschützer raten dennoch, über die manuelle Netzwahl am Handy die Einwahl ins günstigste Gastnetz zu programmieren.

Wer im Urlaub angerufen wird, zahlt auch. Der Anrufer aus Österreich zahlt nur den österreichischen Tarif für Gespräche ins Mobilnetz, da er nicht wissen muss, dass das Handy gerade im Ausland ist. Der Angerufene zahlt Gebühren für die Weiterleitung des Anrufs von Österreich in den Urlaubsort (Passivgebühr). T-Mobile, Mobilkom (A1, bob, Red Bull Mobile), Orange, Tele.Ring, Drei und Yesss verrechnen im Privatkundentarif in den untersuchten Urlaubsländern ab Juli Passivgebühren von 0,132 bis 1,25 EUR pro Minute (Ausnahme Drei in Italien: im Drei-Netz telefoniert man in Italien zu den gleichen Konditionen wie zu Hause). Am teuersten sind die Passivgebühren in den untersuchten Nicht-EU-Ländern meist bei Wertkartenhandys (Ausnahme bob). Wer seine Lieben zu Hause anruft, zahlt den Tarif des ausländischen Netzbetreibers samt Roaming-Aufschlag. Es ist unabhängig davon, zu welchen Zeiten telefoniert wird.

SMS kommen in der Regel billiger. Vor allem in den untersuchten Nicht-EU-Ländern (Kroatien, Türkei) rentiert sich Smsen statt Telefonieren. Denn in diesen Ländern gilt nicht die EU-Höchstgrenzen-Verordnung.

Wer unter Palmen seine Mobilbox abhören will, zahlt meist genau so viel wie bei einem Gespräch nach Österreich. Ist das Handy so programmiert, dass der Anruf auf die Box geht, wenn zum Beispiel nicht abgehoben wird, fallen doppelte Kosten an: Anrufe müssen erst ins Reiseland gesendet werden, um festzustellen, ob der Anruf angenommen wird. Wird der Anruf zur Mobilbox umgeleitet, so fallen beim Angerufenen die Passivgebühr und zusätzlich der Roamingtarif für die Rückleitung des fehlgeschlagenen Anrufes zur Mobilbox in Österreich an. Nach den EU-Roamingvorschriften ist der bloße Empfang einer Sprachbox-Nachricht innerhalb der EU kostenlos. Fürs Abhören solcher Nachrichten darf aber weiterhin ein Entgelt verrechnet werden. (red)


  arbeiterkammer, konsumentenschutz


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Dieter Putz

Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit knapp 20 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlags-Teams. Fast jedes geschriebene Wort das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





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