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Interview mit Roger Seunig, Geschäftsführer Family City
Knapp drei Jahre nach der Neuausrichtung setzt die Family City auf die Verbindung von Shopping, Freizeit und Gastronomie. Geschäftsführer Roger Seunig spricht über die Entwicklung des Standorts, veränderte Bedürfnisse von Familien und weitere Pläne.
Die Family City an der österreichisch-tschechischen Grenze verbindet Einkaufsangebote mit unterschiedlichen Freizeitattraktionen, darunter Merlin’s Farm, das Dinoland und das Terra Technica Museum. Knapp drei Jahre nach der Neuausrichtung zieht Geschäftsführer Roger Seunig Bilanz und erklärt, welche Bereiche sich besonders gut entwickeln, welche Rolle der grenzüberschreitende Tourismus spielt und wie Familien ihren Aufenthalt nach eigenen Interessen und ihrem Budget gestalten können. Auch ein persönliches Wunschprojekt für die Zukunft verrät Seunig im Interview.
Mehrwert weiter ausbauen
Knapp 3 Jahre Family City - wie fällt Ihre persönliche Bilanz der bisherigen Neuausrichtung aus?
Roger Seunig: Die bisherige Entwicklung stimmt mich positiv. Mit der Neuausrichtung haben wir die Family City als vielseitiges Ausflugsziel für die ganze Familie klarer positioniert. Unser nächster Schritt ist, die Qualität unserer Angebote konsequent weiterzuentwickeln, die einzelnen Erlebnisbereiche noch stärker miteinander zu verknüpfen und damit den Mehrwert für unsere Gäste weiter auszubauen.
Welche Bereiche entwickeln sich derzeit besonders gut?
Roger Seunig: Im Freizeitbereich sehen wir großes Potenzial, insbesondere durch Angebote, die unterschiedliche Altersgruppen ansprechen und gemeinsame Erlebnisse ermöglichen. Merlin’s Farm mit über 400 Tieren, unser Dinoland sowie die Kinderwelt, in der es viele kostenlose Angebote gibt, sind unser Zugpferde. Eine Reise in die Vergangenheit ermöglicht unser Terra Technica Museum, das weltgrößte Flipper und Jukebox-Museum. Gleichzeit bleibt Shopping eine wesentliche wirtschaftliche Säule unseres Standorts. Ergänzt durch Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten entsteht ein vielseitiges Gesamtkonzept, das unsere Gäste dazu einlädt, länger zu bleiben und die Family City umfassend zu erleben.
Welche Rolle spielt der grenzüberschreitende Tourismus für Ihren wirtschaftlichen Erfolg?
Roger Seunig: Unsere Lage an der österreichisch-tschechischen Grenze ist ein wesentlicher Standortvorteil. Wir sprechen Gäste aus beiden Ländern an und profitieren davon, dass die Family City unterschiedliche Interessen an einem Ort vereint. Unser Ziel ist es, Shopping, Freizeit und Gastronomie so zu verbinden, dass daraus ein attraktives Ausflugserlebnis entsteht, das Gäste gerne wiederholen und auch weiterempfehlen.
Individuelle Möglichkeiten für Familien
Wie hat sich das Konsumverhalten Ihrer Gäste verändert?
Roger Seunig: Wir beobachten, dass Preisbewusstsein und der Wunsch nach einem nachvollziehbaren Gegenwert zunehmend an Bedeutung gewinnen. Gerade Familien möchten ihren Ausflug individuell gestalten und selbst entscheiden können, welche Angebote sie nutzen. Deshalb ist es uns wichtig, unterschiedliche Möglichkeiten zu bieten – vom unkomplizierten Besuch des Areals bis hin zu zusätzlichen Freizeit- und Erlebnisangeboten.
Was unterscheidet die Family City von Einkaufszentren, Freizeitparks oder Outlet-Standorten?
Roger Seunig: Die Besonderheit liegt in der Kombination unterschiedlicher Erlebniswelten. Bei uns treffen Shopping und Gastronomie auf Tiererlebnisse, Spielangebote sowie Musik und Technik. Dadurch entsteht ein Angebot, das weit über den klassischen Einkaufsbesuch hinausgeht und verschiedene Generationen zusammenbringt. Wir möchten ein Ort sein, an dem Familien nicht nur einkaufen, sondern gemeinsam Zeit verbringen und immer wieder Neues entdecken können.
Persönliches Wunschprojekt
Wie bleibt ein Ausflug für Familien leistbar?
Roger Seunig: Ein leistbarer Familienausflug beginnt für uns mit der Möglichkeit, das Areal ohne Eintritt zu besuchen und kostenlose Spielmöglichkeiten zu nutzen. Darüber hinaus bieten wir kostenpflichtige Attraktionen, die individuell gewählt werden können. So haben Familien die Freiheit, ihren Aufenthalt nach den eigenen Interessen und finanziellen Möglichkeiten zusammenzustellen, ohne sich auf ein fixes Gesamtpaket festlegen zu müssen.
Welches neue Projekt würden Sie am liebsten realisieren?
Roger Seunig: Ein persönliches Wunschprojekt wäre eine ganzjährig nutzbare Entdeckerwelt, in der Kinder und Erwachsene gemeinsam bauen, experimentieren und Natur sowie Technik spielerisch kennenlernen können. Besonders wichtig wäre mir, dass dabei das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt steht. Ein solches Angebot könnte unsere bestehenden Erlebniswelten sinnvoll ergänzen und Familien auch unabhängig von Wetter und Jahreszeit zusätzliche Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Besuch bieten.
Weitere Infos zur Family City unter: www.familycity.com (red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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