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Rax-Seilbahn: Interview mit Bernd Scharfegger
Die Rax-Seilbahn steht im Finale der ORF-Sendung „9 Plätze – 9 Schätze“ und feiert 2026 ihr 100-jähriges Bestehen. Bernd Scharfegger, Betreiber der Seilbahn und Geschäftsführer des Scharfegger’s Raxalpen Resorts, spricht über das Jubiläumsjahr, die Bedeutung der Rax für den regionalen Tourismus und die Zukunft des Ausflugsziels.
100 Jahre Rax-Seilbahn und der Einzug ins Finale von „9 Plätze – 9 Schätze“: Für die Rax und die Region rund um die Wiener Alpen in Niederösterreich ist 2026 ein besonderes Jahr. Mehr als 200.000 Gäste nutzen jährlich die Seilbahn, die seit ihrer Eröffnung 1926 den Zugang zum Rax-Plateau erleichtert. Im Interview zieht Bernd Scharfegger, Betreiber der Rax-Seilbahn und Geschäftsführer des Scharfegger’s Raxalpen Resorts, Bilanz über das Jubiläumsjahr, erklärt, was die Rax für Besucher:innen aus ganz Österreich so besonders macht, und spricht über die touristischen Perspektiven der kommenden Jahre.
"Diese Nachricht toppt noch einmal alles"
Die Rax-Seilbahn steht im Finale von „9 Plätze – 9 Schätze“ und vertritt Niederösterreich. Was bedeutet dieser Erfolg für Sie persönlich?
Bernd Scharfegger: Das ist für mich ein unglaublich emotionaler Moment. Wir haben es wirklich geschafft. Unser Jubiläumsjahr war bereits von zahlreichen Highlights und emotionalen Momenten geprägt. Doch diese Nachricht toppt noch einmal alles. Besonders beeindruckt hat mich, welchen Zusammenhalt unsere Region bewiesen hat. Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Menschen für ihre Anrufe und ihre Unterstützung bedanken. Jetzt haben wir Lunte gerochen und wollen natürlich noch mehr.
Was macht die Rax zu einem besonderen Ort, der ganz Österreich begeistern kann?
Bernd Scharfegger: Die Rax ist weit mehr als ein Berg. Sie ist ein Ort, an dem Natur, Erholung und gemeinsame Erlebnisse auf besondere Weise zusammenkommen. Viele Menschen verbinden persönliche Erinnerungen mit der Rax – sei es an Wanderungen mit der Familie, an Ausflüge mit Freunden oder an besondere Momente in der Natur. Gleichzeitig entdecken immer mehr Menschen die Rax neu für sich. Diese generationenübergreifende Anziehungskraft macht sie für mich so besonders. Ein wesentlicher Vorteil ist unsere Seilbahn. Als erste Personen-Seilschwebebahn Österreichs blicken wir auf eine fast hundertjährige Geschichte zurück. Seit 1926 bringt sie unsere Gäste in weniger als acht Minuten bequem auf das auf 1.546m gelegene Rax-Plateau. Damit wird ein beeindruckendes Bergerlebnis für viele Menschen unkompliziert zugänglich. Für mich liegt die Einzigartigkeit in der Verbindung von alpiner Landschaft, Geschichte und einem niederschwelligen Zugang zur Natur. Genau diese Kombination macht die Rax zu einem Ausflugsziel, das Menschen aus ganz Österreich begeistert.
Was wünschen Sie sich für das große Finale am Nationalfeiertag?
Bernd Scharfegger: Wenn man es bis ins Bundesfinale schafft, möchte man am Ende natürlich auch gewinnen – das gehört zum sportlichen Ehrgeiz dazu. Noch wichtiger ist mir aber, dass wir diese Aufmerksamkeit nutzen, um die Rax und die gesamte Region einem breiten Publikum näherzubringen. Wir liegen im Herzen der Wiener Alpen in Niederösterreich und sind stolz darauf, unsere Heimat österreichweit präsentieren zu dürfen. Ich hoffe, dass am 26. Oktober möglichst viele Menschen mit uns mitfiebern und für die Rax anrufen. Es zählt jede Stimme!
Mehr als 200.000 Gäste jährlich
Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen von „100 Jahre Rax-Seilbahn“. Wie fällt Ihre bisherige Bilanz des Jubiläumsjahres aus?
Bernd Scharfegger: Die Bilanz fällt ausgesprochen positiv aus. Wir durften bereits viele unvergessliche Momente erleben und verzeichnen auch touristisch eine sehr erfreuliche Entwicklung. Mehr als 200.000 Gäste nutzen jährlich unsere Seilbahn, und der August war heuer der erfolgreichste seit ihrer Eröffnung. Dass wir ausgerechnet in unserem Jubiläumsjahr auch noch das Finale von „9 Plätze – 9 Schätze“ erreicht haben, ist eine wertvolle Auszeichnung. Das Jubiläumsjahr zeigt, wie stark die Rax als Ausflugsziel verankert ist und welches Potenzial weiterhin in ihr steckt. Es ist schön zu sehen, dass unsere lange Geschichte und unsere kontinuierliche Arbeit von den Gästen geschätzt werden.
Die Rax-Seilbahn wurde 1926 eröffnet. Welche Bedeutung hat sie für den Tourismus in der Region?
Bernd Scharfegger: Die Eröffnung vor 100 Jahren war ein Meilenstein für den alpinen Tourismus. Die Seilbahn hat den Zugang zur Rax grundlegend verändert und es vielen Menschen ermöglicht, die Bergwelt unabhängig von einem langen Aufstieg zu erleben. Damit hat sie die touristische Entwicklung der gesamten Region entscheidend mitgeprägt. Bis heute ist sie ein wichtiger touristischer Motor und ein Stück österreichischer Seilbahngeschichte. Mit dieser Geschichte geht auch Verantwortung einher. Wir müssen den Betrieb kontinuierlich weiterentwickeln, hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards gewährleisten und die Natur als wichtigste Grundlage unseres Angebots schützen. Unser Ziel ist es, die Rax auch künftig für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen und ihren ursprünglichen Charakter zu bewahren.
Wo sehen Sie die Rax-Seilbahn in den nächsten Jahren?
Bernd Scharfegger: Ich sehe die Rax-Seilbahn für die kommenden Jahre sehr gut aufgestellt. Die Nachfrage nach authentischen Naturerlebnissen bietet Chancen, die wir verantwortungsvoll nutzen möchten. Dabei geht es nicht darum, die Rax grundlegend zu verändern, sondern ihre Stärken gezielt weiterzuentwickeln. Wir wollen die Qualität des Gästeerlebnisses laufend verbessern, die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern intensivieren und insbesondere auch jüngere Generationen für die Rax und ihre Geschichte begeistern. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass die touristische Entwicklung mit den Anforderungen dieses besonderen Naturraums im Einklang bleibt. Das 100-Jahr- Jubiläum ist für mich deshalb nicht nur ein Anlass, auf das Erreichte zurückzublicken, sondern auch eine Verpflichtung, die Erfolgsgeschichte der Rax-Seilbahn nachhaltig fortzuschreiben.
Mehr Informationen zur Raxalpe / Rax-Seilbahn unter: www.raxalpe.com (red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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19 Oktober 2026
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