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ITB & IPK-Studie: Trendwende im internationalen Tourismus


IPK International’s World Travel Monitor
ITB Berlin präsentiert die aktuellen World Travel Monitor Ergebnisse von IPK International zur weltweiten Entwicklung der Auslandsreisen in 2021 und zu den Reiseabsichten für 2022.

Im Rahmen der seit Jahren erfolgreich praktizierten Kooperation von ITB und IPK veröffentlicht die ITB auch in diesem Jahr wieder die aktuellen World Travel Monitor Ergebnisse zu den internationalen Reisetrends. Neben Sonderstudien zur COVID-19 Pandemie führt IPK seit mehr als 25 Jahren den World Travel Monitor durch, die weltweit umfassendste Studie zum Auslandsreiseverhalten der Europäer, Asiaten, Nordamerikaner und Lateinamerikaner. Der World Travel Monitor wird in über 60 Ländern durchgeführt und deckt damit mehr als 90% der weltweiten Nachfrage nach internationalen Reisen ab. 

Die Studien-Ergebnisse im Überblick 

Trotz Lockdown und erschwerten Reisebedingungen auch im zweiten Jahr der Pandemie ist die Anzahl der Auslandsreisen 2021 weltweit angestiegen. Ein starker Zuwachs der Reisen in der zweiten Jahreshälfte hat die Trendwende im internationalen Tourismus eingeleitet. Global und in Bezug auf die Reisesegmente zeigen sich jedoch unterschiedliche Entwicklungen. So sind bei den Auslandsreisen der Amerikaner und Europäer im vergangenen Jahr zweistellige Zuwachsraten zu verzeichnen, wohingegen die der Asiaten weiterhin ein Minus aufweisen.

Was die Reisetätigkeit im Jahr 2022 betrifft: Auch unter Berücksichtigung der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten seitens der Pandemie und der Krise in der Ukraine zeigen aktuelle Befragungsergebnisse eine große Nachfrage nach Urlaub & Reisen für die nächsten Monate. Trotz derzeitiger Krisenstimmung stehen die Zeichen der Zeit also klar auf Erholung.

2021 im Plus - aber kontinentale Unterschiede

Für das Reisejahr 2021 ermittelte der World Travel Monitor von IPK International einen Anstieg der weltweiten Auslandsreisen von 3% im Vergleich zum Vorjahr. Die globale Entwicklung zeigt jedoch sehr unterschiedliche Trends: So stiegen die Auslandsreisen der Europäer sowie die der Amerikaner im Vergleich zum Vorjahr um 2% bzw. 11% an, bei den Asiaten ist dagegen nochmals ein Rückgang von rund 40% zu verzeichnen.

Insgesamt ließ sich 2021 jedoch das durch die Pandemie verursachte historische Tief im Tourismus überwinden und damit die Post-Covid-Ära einleiten.

Wachstumsträger in 2021

Wachstum ließ sich 2021 in erster Linie bei Urlaubsreisen (+ 4%) erzielen. Überdurchschnittlich positiv haben sich auch die sonstigen Privatreisen (+9%) entwickelt. Im Gegensatz dazu mussten, auch im zweiten Jahr der Pandemie, Geschäftsreisen erneut einen Rückgang (-14%) verzeichnen.

Wachstumsträger Nummer 1 war in 2021 der Sun & Beach Urlaub, der im Vergleich zum Vorjahr weltweit um 30% zulegte. Bei allen anderen Urlaubsarten steht dagegen die Trendwende noch aus, sie konnten im Vergleich zum Vorjahr noch kein positives Ergebnis erzielen. Das betrifft auch die Städtereisen.
Bedingt durch die international hohe Nachfrage nach Strand & Sonne verzeichneten vor allem Reiseziele wie Spanien, Italien und Griechenland überdurchschnittliches Wachstum mit zweistelligen Zuwachsraten.

Angestiegen im Vergleich zum Vorjahr sind neben der durchschnittlichen Reisedauer auch die durchschnittlichen Ausgaben.

Erhöhter Informationsbedarf & Wunsch nach Digitalisierung

Die Pandemie hat in Bezug auf Reisen & Urlaub den Bedarf nach umfassenden und einfach beziehbaren Informationen erhöht und damit auch den Wunsch nach mehr Digitalisierung. Ergebnisse einer IPK Sondererhebung zum Thema Digitalisierung & Reisen zeigen: Knapp 75% der Reisenden messen digitalen Angebote (wie Online-Buchbarkeit von Hotels, Flügen, Veranstaltungen sowie z.B. virtuellen Besuchen von Sehenswürdigkeiten) eine große Bedeutung zu.
Gleiches gilt für eine umfassende Online-Präsenz sowie Buchbarkeit von Reisezielen. App-Buchungen für Tickets, Sehenswürdigkeiten und Museen sowie digitale Bezahlmöglichkeiten stehen ebenfalls auf der Prioritätenliste der Auslandsreisenden.

Reiseabsichten für 2022

Aktuelle, in allen Kontinenten durchgeführte, Umfragen von IPK zeigen (trotz Omikron) ein nach wie vor sehr großes Interesse (80%) für Auslandsreisen in diesem Jahr. Dabei liegen die Auslands-Reiseabsichten der Europäer weiterhin stabil bei fast 90% des Vor-Corona-Niveaus, die der Amerikaner bei mittlerweile fast 75% und die der Asiaten bei 66%. Quellmärkte mit großem Auslandsreise-Potenzial für dieses Jahr sind weltweit gesehen vor allem Deutschland, Großbritannien, die USA, Frankreich und die Niederlande.

Destinations-Favoriten für 2022

International gesehen sind die bevorzugten Reiseziele für dieses Jahr Italien, Spanien und Deutschland. Auf Rang vier liegt Frankreich und auf Rang fünf die USA. Obwohl nach wie vor Reisen auf dem eigenen Kontinent präferiert werden, kommen vor allem für Amerikaner und Asiaten zunehmend auch Übersee-Destinationen in Europa in Frage.

Trends: Strandurlaub, Geschäftsreisen & Städtertrips

Neben dem anhaltend hohen Interesse für Urlaubsreisen zeigt sich auch ein stabiles Interesse für Geschäftsreisen in den kommenden Monaten. Was die geplanten Urlaubsarten betrifft, so liegt auch in diesem Jahr Bade-/Strandurlaub mit Abstand auf Rang 1, gefolgt (mit steigender Tendenz) von Städtereisen, sowie Rundreisen und naturorientierten Urlaubsarten.

Überwindung der Krise in 2022

Die weltweit durchgeführten Umfragen von IPK International zeigen, dass in 2022 im Hinblick auf den internationalen Tourismus ein maßgeblicher Schritt in Richtung Erholung gelingen kann. Das weltweite Auslandsreisevolumen kann daher bereits in diesem Jahr 50 bis 60% des Vor-Corona-Niveaus erreichen.
Spätestens 2024 sei wieder mit einem Auslandsreisevolumen in Höhe von 2019 zu rechnen. (red) 


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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