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ÖAMTC: 94% der Österreicher:innen planen Sommerurlaub
Preisniveau und Sicherheit prägen die Reiseentscheidungen heuer deutlich. "Die Rahmenbedingungen sind herausfordernd, der Wunsch nach Urlaub ist dennoch ungebrochen", fasst ÖAMTC-Reiseexpertin Yvette Polasek die Stimmung zusammen.
Der ÖAMTC hat im Rahmen des "ÖAMTC Reisemonitorings" auch heuer wieder die Sommerurlaubspläne der Österreicher:innen erhoben. Die repräsentative Befragung fand Ende März statt. 94% gaben zum Zeitpunkt der Befragung an, im Sommer verreisen zu wollen. Vier von zehn hatten bereits gebucht, 45% planten noch zu buchen. Entscheidend für die Urlaubsplanung sind vor allem Budget und Sicherheitsaspekte. "Trotz hoher Reiseabsicht beeinflussen wirtschaftliche und geopolitische Faktoren die Planung spürbar: Finanzielle Überlegungen und Sicherheitsbedenken zählen zu den häufigsten Gründen gegen eine Reise", erklärt Polasek.
50% urlauben in Österreich
Rund 70% der Befragten planen eine Reise ins Ausland. Italien liegt dabei mit 19% erneut an der Spitze der beliebtesten Destinationen, gefolgt von Kroatien (16%) sowie Griechenland und Spanien (je 9%). Auch Urlaub im Inland bleibt ein wichtiger Bestandteil der Reiseplanung: 50% der Österreicher:innen wollen 2026 in Österreich Urlaub machen. Besonders gefragt sind dabei Kärnten und die Steiermark mit jeweils 18%, gefolgt von Oberösterreich mit 13%. Diese Destinationen punkten vor allem durch kurze Anreisewege, Planbarkeit und ein vergleichsweise stabiles Preisniveau.
Bei der Urlaubsform dominiert weiterhin der Badeurlaub (59%), gefolgt von Städtereisen (31%) und Urlaub am See (25%). Ausschlaggebend für die Wahl des Reiseziels bleibt vor allem persönliches Interesse, während 15% die finanzielle Situation als entscheidenden Faktor nennen.
Teuerung beeinflusst Reiseverhalten
"Die Befragung zeigt klar, dass die Österreicher:innen heuer sparen müssen, aber nicht ganz auf den Sommerurlaub verzichten wollen. 83% gaben an, dass sie sich bewusst für preiswerte Varianten entscheiden, indem sie beispielsweise eine günstigere Unterkunft buchen, in der Nebensaison reisen, vor Ort bei Restaurantbesuchen und Ausflügen sparen oder auch kürzer reisen", so die Expertin. Für rund die Hälfte kommen Reisen mit einer Dauer von acht oder mehr Übernachtungen demnach heuer gar nicht in Betracht.
Das durchschnittliche Urlaubsbudget liegt 2026 bei 1.189 EUR pro Person und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 1.233 EUR. Alleinreisende verfügen im Schnitt über das höchste Pro-Kopf-Budget und liegen rund 240 EUR über dem Durchschnitt, während Familien rund 143 EUR darunter liegen. Zur Kostenoptimierung nutzen viele Reisende Vergleichsplattformen sowie Frühbucherangebote.
Pkw bleibt wichtigstes Verkehrsmittel
Trotz steigender Treibstoffpreise bleibt der private Pkw das meistgenutzte Verkehrsmittel für den Sommerurlaub: 70% der Österreicher:innen planen die Anreise mit dem Auto, davon 6% mit einem E-Auto. 36% reisen mit dem Flugzeug, 23% mit der Bahn. Auffällig sind Unterschiede innerhalb der Reisegruppen: Bei Alleinreisenden liegt der Pkw-Anteil bei 45%, während Bahn (38%) und Bus (30%) deutlich häufiger genutzt werden als im Gesamtschnitt.
"Wer jetzt schon gebucht hat, ist angesichts der aktuellen Entwicklungen klar im Vorteil", betont Polasek abschließend. Allen, die ihren Sommerurlaub erst buchen, empfiehlt die Reiseexpertin, sich gut zu informieren und sich bei Pauschalreisen von erfahrenen Reisexpert:innen im Reisebüro beraten zu lassen. (red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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