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Mallorcas Ferienhäuser in Not


Der landestypische Finca-Urlaub gerät in wirtschaftliche Notlage, deshalb stellte der „Verband der Eigentümer von touristischen Ferienhäusern“ kürzlich einen Antrag zur Regulierung der Langzeitvermietung an die Inselregierung.

fincallorca-Geschäftsführer Benjamin Schleining Foto: fincallorca

Die Übernachtung in typisch mallorquinischen Fincas gehörte in den vergangenen Jahren zu einer sehr beliebten Urlaubsform für Individualurlauber. Viele Eigentümer der Fincas und Ferienhäuser betreiben die professionelle Vermietung hauptberuflich. Die aktuelle Situation führt für sie zu hohen finanziellen Verlusten.

„Wir möchten den Verband und damit die Eigentümer unterstützen, um die Problematik publik zu machen und Lösungen zu schaffen. Die Langzeitmiete ist ein wichtiges Mittel zur Überbrückung während der Reisewarnung“, ist Benjamin Schleining, Geschäftsführer des führenden Finca-Vermittlers fincallorca, überzeugt.

Ein Auf und Ab bei fincallorca

Im Zuge des Shutdown annullierten alleine bei fincallorca 100 Prozent der Urlauber ihre bereits fest gebuchten Reisen. Jeder Mitarbeiter des Finca-Vermittlers hatte ein riesiges Arbeitsvolumen mit täglich fast 500 gleichzeitigen neuen Anfragen. Die unsichere rechtliche Lage erschwerte die Arbeit zusätzlich, ebenso die fast täglichen Änderungen in Bezug auf die Einreisebedingungen und Regeln. Mit Anfang Juli 2020 kamen endlich wieder die ersten Touristen auf Mallorca an. Die Situation schien sich mäßig zu stabilisieren, gerade da die Beliebtheit von Ferienhäusern durch die Abstandsregeln weiter anstieg. Beim Finca-Vermittler gab es Last-Minute-Buchungen, die die Mitarbeiter mit teilweise nur einem Tag Vorlauf realisierten. Doch mit der erneuten Reisewarnung Mitte August 2020 kam der Tourismus komplett zum Erliegen.

Lockerung der Rechtslage

Der Verband der Eigentümer von touristischen Ferienhäusern kämpft nun für Alternativen bei der Vermietform. Ziel ist, zumindest kleine neue Einnahmequellen zu erschließen. Eine vielversprechende Idee ist die langfristige Vermietung – beispielsweise an Spanier vom Festland. Dies ist in der aktuellen Rechtslage jedoch verboten. Wer aktuell sein Eigentum zur Langzeitmiete anbietet, verliert die Lizenz zur touristischen Vermietung. Daher stellt der Verband nun den Antrag, in den nächsten Jahren touristische Ferienhäuser auch zur Langzeitmiete anbieten zu dürfen. Hinsichtlich der touristischen Mieten blicken die Eigentümer mittelfristig nach vorne.

Sichere Urlaubsform

Ferienhäuser bieten Reisenden aufgrund der Abstandsverhältnisse ein höheres Maß an Sicherheit. Zudem gelten in Spanien grundsätzlich strenge Hygienemaßnahmen, für Ferienhäuser gibt es sogar ein eigenes Prüfprotokoll vom Spanischen Institut für Qualitätssicherung im Tourismus (ICTE). Aufgrund der kurzen Anreise, der hohen Taktung im Flugverkehr und der sehr guten medizinischen Versorgungsstandards, wird Mallorca bei den Urlaubern auch weiterhin sehr beliebt sein. Um den Gästen weiterhin möglichst kulant entgegenzukommen, passt beispielsweise fincallorca seine Vermittlungsbedingungen für noch mehr Flexibilität bei der Reisebuchung an. (red)


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