| destination» brennpunkt

ÖRV: Partielle Reisewarnung hätte gereicht!


Nach der so kurzfristig verhängten Reisewarnung für Kroatien fordert der Österreichische Reiseverband (ÖRV) ein differenzierteres Vorgehen bei ansteigenden Corona-Zahlen und mehr Gratis-Corona-Tests für Urlaubsheimkehrer.

ÖRV-Präsident Dr. Josef Peterleithner

Staus und Chaos vorprogrammiert

Die Reisewarnung des Außenministeriums kam so kurzfristig, dass die panikartigen Aufbrüche der Urlauber Sonntagabend für Kilometer lange Staus an den Grenzen sorgten. Der ÖRV appelliert indes wieder an alle Verantwortlichen, derartige Maßnahmen künftig differenzierter durchzuführen und geordneter anzukündigen.

Der ÖRV-Präsident Josef Peterleithner hätte eine partielle Reisewarnung für angemessen gehalten, statt pauschal dazu aufzurufen, das Land zu verlassen. Er sei verwundert, dass es keine regionale Differenzierung innerhalb Kroatien gab, wie etwa zuletzt in Österreich mit St. Wolfgang oder in Spanien mit den Balearen als Ausnahme.

„Der Aufruf, Kroatien sofort zu verlassen, ist leider sehr undifferenziert erfolgt. Das Land hat 1700 Kilometer Küstenlänge, 60 touristisch genützte Inseln und einen ausgeprägten Bootstourismus, weite Teile des Landes sind nicht von einem Anstieg an Corona-Infektionen betroffen. Eine partielle Reisewarnung für die betroffenen Regionen hätte weniger Verunsicherung gebracht und die Situation an den Grenzen entlastet" ist sich der Tourismusexperte sicher.

Einreise-Stopps bremsen Corona nicht aus

Oberstes Gebot der Stunde bleibe die Sicherheit aller Urlauber und eine Minimierung des Ansteckungsrisikos.

„Aber das Virus macht auch vor Grenzen nicht Halt. Das Wichtigste ist, dass alle Menschen Hygiene-Standards und Abstandsregeln einhalten – auch in der Freizeit und im Urlaub.“ Reisebüros und Veranstalter bieten Rat, Sicherheit und Erholung in herausfordernden Zeiten „Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist der wohlverdiente Urlaub ein wichtiger Faktor für Erholung, um gut durch die Krise zu kommen“, betont Peterleithner.

Nur wer seinen Urlaub im Reisebüro oder bei einem Veranstalter gebucht hat, wird auch bei plötzlich verhängten Reisewarnungen nicht im Stich gelassen, sondern bis zu seiner Heimkehr bestmöglich betreut. Umbuchungen, Gratis-Stornierungen und vielfach auch ein erweiterter Corona-Versicherungsschutz bieten entsprechende Rahmenbedingungen, um den Urlaub trotz Corona möglichst sorgenfrei zu genießen.

Im Urlaub Kraft für die Krise tanken

Der ÖRV wiederholt seinen Appell an alle urlaubsreifen Österreicherinnen und Österreicher, trotz der jüngsten Reisewarnung bewusst nicht auf Urlaub zu verzichten: „Es ist erwiesen, dass Tapetenwechsel und der Aufenthalt in fremder Umgebung, Natur, an einem See oder am Meer die psychische Belastbarkeit und die Immunabwehr steigern. Bleiben Sie daher nicht zuhause. Genießen Sie Ihren wohlverdienten Urlaub im Ausland oder in Österreich! Buchen Sie im Reisebüro oder beim Veranstalter, damit Sie in jedem Fall auf Nummer Sicher gehen. Und schalten Sie Ihren gesunden Hausverstand ein – wie in allen Lebenslagen. Denn: absolute Sicherheit gibt es nirgends, auch nicht in Österreich – wie man täglich aus den Medien erfahren kann.“ (red)


  reisewarnung, covid-19, örv, josef peterleithner, kroatien


Der Artikel hat Ihnen gefallen? Wir freuen uns, wenn sie diesen teilen!







Autor/in:





Advertising




Tägliche Touristik News für Reisebüro Agents, Counter, Veranstalter, Fluglinien, Kreuzfahrten
Copyright © für alle Artikel: tip / tip-online.at & Profi Reisen Verlagsgesellschaft m.b.H.