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Griechenland: Verschärftes Verfahren bei der Einreise


Traumstrand auf Lefkas
Griechenland-Reisende müssen sich ab Mittwoch mindestens 48 Stunden vor ihrer Reise über eine Internet-Seite anmelden, wo sie unter anderem Informationen zur Person, zum Aufenthalt im Land und zu im Vorfeld besuchten Ländern bekanntgeben müssen. Diese Informationen entscheiden dann, ob ein Corona-Test bei der Einreise nötig wird. Der Reisende erfährt dies jedoch erst bei Ankunft in Griechenland.

Mit einem komplexen Melde- und Genehmigungsverfahren im Internet will die griechische Regierung überwachen, wer ab Mittwoch dieser Woche ins Land kommt. Dies meldete gestern die deutsche Zeitung „Handelsblatt“ in einem Online-Artikel. Die Einreise ab Mittwoch ist demnach nur noch möglich, wenn man sich 48 Stunden zuvor auf der englischsprachigen Internet-Seite der griechischen Zivilschutzbehörde - https://travel.gov.gr - angemeldet und eine Bestätigung erhalten hat.

Der Antragsteller bekommt von der Behörde per E-Mail oder auf sein Handy einen Barcode zugesendet, den er bei der Einreise vorweisen muss. Aus dem Barcode geht hervor, ob sich der Besucher am Flughafen einem Test auf das Coronavirus unterziehen muss. Der Reisende selbst erfährt dies erst bei Ankunft.

Kriterien für Testung bleiben geheim

Diejenigen, die getestet werden, müssen bis zur Auswertung des Tests in ihrem Hotelzimmer in Quarantäne bleiben. Das kann bis zu 36 Stunden dauern. Nach welchen Kriterien die zu testenden Reisenden ermittelt werden, bleibt geheim, berichtet das Handelsblatt. Bei der Anmeldung müssen die Besucher rund drei Dutzend Angaben machen. Gefragt wird unter anderem nach Flugnummer, Namen, Heimatadresse, Ausweisnummer, Alter, Telefonnummern und E-Mail-Adresse bis hin zu Besuchen in anderen Ländern, Namen, Adressen und Telefonnummern von Kontaktpersonen und der Anschrift, unter der man in Griechenland in den nächsten 14 Tagen zu erreichen ist.

Kurzfristige Einführung sorgt für Unmut

Wozu die Angaben verwendet und wie lange sie gespeichert werden, erfährt der Antragsteller auf der Website nicht. Die griechische Regierung erklärte dazu auf Rückfrage des Handelsblatts, die erhobenen Daten würden „anonymisiert“. Namen würden nicht gespeichert. Hinweise auf den Datenschutz fehlen aber auf der Website. Dass die neuen Regeln erst am Wochenende bekannt gegeben wurden und bereits ab Mittwoch gelten, dürfte nicht nur bei den Reisenden, sondern auch bei Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften für Unmut sorgen.

Offen ist, was mit Besuchern passieren soll, die von der Anmeldepflicht nichts wussten und ohne Barcode in Griechenland ankommen. (Handelsblatt / red)


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Dieter Putz

Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit knapp 20 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlags-Teams. Fast jedes geschriebene Wort das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





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