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D: Umgang der Politik sorgt für Fassungslosigkeit in der Branche


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Trotz der Demonstrationen von Reisebüros herrsche nach wie vor im politischen Betrieb von Berlin und Brüssel Funkstille, wenn es um nachhaltige Hilfsmaßnahmen für die Reisebranche in der Corona-Krise geht, klagt die Reisebüro-Allianz QTA.

Bei Deutschlands Tourismuswirtschaft herrsche Fassungslosigkeit, wie die Politik mit Sorgen und Ängsten von mittelständischen Unternehmen umgeht. Europas größte Reisebürokooperationen-Allianz Quality Travel Alliance (QTA) erwarte nach den staatlich angeordneten Berufsverboten finanzielle Hilfen, ein klares Konzept für die Wiederaufnahme der Reisetätigkeit sowie mehr Respekt, schreibt die Kooperation in einer Aussendung „Die Reiseindustrie wird von vielen Mandatsträgern offensichtlich nach wie vor als Spaßbranche abgetan, deren Wirtschaftskraft man nicht ernst nehmen muss“, kritisiert QTA-Sprecher Thomas Bösl. „Nur so lässt sich der respektlose Umgang mit Reisebüros, Veranstaltern, Busunternehmern, Hoteliers und hunderttausenden Arbeitsplätzen erklären“, so Bösl.

Forderungen: Unterstützung, Klarheit und Respekt

„Wir benötigen in der gesamten Tourismuswirtschaft ohne weiteren Zeitverlust Unterstützung, Klarheit und Perspektive!“ Konkret fordert die QTA die sofortige Einrichtung eines Schutzschirmes für die Reiseindustrie: Ausreichend dimensionierte finanzielle Hilfspakete müssen in den nächsten Wochen eingerichtet werden. Darüber hinaus verlangt der Verbund des Reisevertriebs Planungssicherheit. Dafür wird ein Zeitplan für die Öffnung von Urlaubszielen und -regionen nach Abschwächung der Pandemie und klar festgelegte Bedingungen benötigt. Nicht zuletzt fordert die QTA mehr Respekt für die weltweite Tourismusbranche. Mit lockeren Sprüchen über die Urlaubsmöglichkeiten im eigenen Land, gepaart mit einer inakzeptablen Verzögerungstaktik bei wichtigen Entscheidungen stürze man eine der weltweit wichtigsten Branchen ins Chaos, so Bösl weiter. „

Weltweite Auswirkungen

Seit Mitte März zittern tausende von mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie deren Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze. Die Auswirkungen des derzeitigen Nichtstuns vergrößert ein Blick über den Tellerrand der heimischen Tourismus-Industrie hinaus. Denn ähnlich dramatisch ist die Situation in den europäischen Urlaubsländern wie zum Beispiel Griechenland, Spanien, Italien und Österreich, aber auch in der Türkei, Ägypten und Tunesien mit einer sehr investitionsintensiven touristischen Infrastruktur – angefangen bei den tausenden Hotels, bis hin zu Existenzen von Busfahrern und Tauchlehrern“, schreibt die Kooperation in der Aussendung. Der Ausfall einer Sommersaison würde unabsehbare Folgen für ganz Europa bringen. Hohe Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Not seien nur einige der schwer abzuschätzenden Folgen, warnt Bösl.


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Dieter Putz

Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit knapp 20 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlags-Teams. Fast jedes geschriebene Wort das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





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