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Gruber Reisen: Exklusiv ab Graz nach Zakynthos


Die neue Geschäftsführung von Gruber Reisen (v.l.) Ioannis Afukatudis (Veranstalter), Eva Schlögl (Bretanide Sport & Wellness Resort) und Max Schlögl (Reisebüros, Veranstalter und Supportabteilungen). Nicht im Bild: Florian Schlögl (Golfreisen) - Foto: Gruber Reisen
Erstmals nach Jahrzehnten nimmt Gruber Reisen im kommenden Sommer Griechenland wieder ins Programm.

Das Spekulationspotential war groß, als in der Branche bekannt wurde, dass Ioannis Afukatudis, vormals Thomas Cook Österreich-Chef, in die Geschäftsführung zu Gruber Reisen nach Graz wechselt. Will der steirische Marktführer groß ins Massengeschäft zu den Charterzielen Türkei und Ägypten einsteigen? Nein, will er nicht.

„Damit wären wir nicht gut beraten. Wir legen einen Fokus auf Exklusivität“, erklärt Afukatudis im Gespräch mit tip-online.

Daher wird nichts überstürzt. Den Anfang macht eine Charterkette nach Zakynthos ab der steirischen Landeshauptstadt.

„Denn Steirer fliegen am liebsten ab Graz“, unterstreicht Geschäftsführer Max Schlögl das Credo des Veranstalters.

Geflogen wird von Juni bis September, jeden Dienstag, mit der kroatischen Trade Air. Zum Einsatz kommt ein 120-sitziger A320. 

Gruber hatte bereits Ende der 1980er Jahre Griechenland im Programm. Damals erfolgte die Anreise nach Chalkidiki mit dem Schlaf-Bus. Als der Jugoslawien-Krieg ausbrach, reagierte der Veranstalter mit Flugketten ab Graz nach Thessaloniki. 

Weitere Investitionen ins Bretanide

Im Lauf der Saison sollen noch weitere neue Destinationen ins Portfolio aufgenommen werden, die dynamisch produziert werden. Interessant wären, so Afukatudis, neben Griechenland auch Spanien und Italien. Details wollen die beiden Manager vorerst noch nicht verraten, denn „wir wollen uns nicht festnageln lassen“. Klar ist aber, dass auch Gruber sich Anteile vom Thomas Cook-Kuchen holen will.

Seit Jahren etabliert ist das Kroatien-Programm. Im Unternehmenseigenen Hotel Bretanide auf der kroatischen Insel Brac wurde im vergangenen Jahr der Pavillon 1 komplett umgebaut und auf „superior“-Kategorie upgegradet. Derzeit wird Pavillon 4 renoviert, so dass ab der Sommersaison 131 neu gestaltete Superior-Zimmer zur Verfügung stehen. In den vergangenen zwei Jahren wurden insgesamt 8,5 Mio. EUR investiert, berichtet Geschäftsführerin Eva Schlögl. 2019 wurden rd. 80.000 Nächtigungen verzeichnet.

Herausforderndes Jahr

Nach dem hervorragenden Jahr 2018 wartete 2019 mit allerlei Herausforderungen. 23 Airline-Pleiten, 24.000 ausgefallene und 5.700 verspätete Flüge. Auch wenn nicht alles in Österreich ablief, brachte die Verhältnisse dem Veranstalter und den Reisebüros ordentlich Mehrarbeit. In beiden Bereichen wurden insgesamt 120.000 Reisende verbucht, wovon mehr als 60% eine Flugreise gewählt hatten. Zudem wurde das System umgestellt auf Da Vinci bzw. My Jack, was mit den üblichen Anlaufschwierigkeiten verbunden war. So musste der Veranstalter einen leichten Rückgang hinnehmen, die Reisebüros konnten allerdings mit 1% Plus abschließen, berichtet Max Schlögl.

2020 sei bereits sehr gut angelaufen, fasst Schlögl zusammen.

Weitere Details zum Programm von Gruber Reisen finden Sie in der nächsten Ausgabe von tip. (red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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