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Air Berlin vor Radikalkur?

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin will laut der „Süddeutschen Zeitung“ die Zahl ihrer Maschinen halbieren und sich auch die Zahl der Arbeitsplätze drastisch senken.

In den kommenden Monaten wolle sich das Unternehmen voraussichtlich von etwa 1.000 seiner insgesamt 8.600 Mitarbeiter trennen. Hauptaktionär Etihad Airways verhandelt den Angaben zufolge derzeit mit TUI über die Zusammenlegung der Airline mit TUIfly und über ein Fortführen als eigene Ferienfluggesellschaft. Diese könnte die 17 NIKI-Maschinen und diejenigen 14 Flugzeuge umfassen, die TUIfly bisher samt Personal langfristig an Air Berlin vermietet hat. NIKI-Sprecherin Marlene Platzer sagte auf APA-Anfragen, dass man sich an Spekulationen nicht beteilige, auch TUI und Air Berlin-Sprecher wollten den Artikel in der „SZ“ nicht kommentieren.

Allerdings hatten TUIfly-Aufsichtsratschef Henrik Homann und Geschäftsführer Jochen Büntgen in einem Brief an die Belegschaft am Freitag bestätigt, dass TUIfly "angesichts der wirtschaftlich schwierigen Situation der Air Berlin" immer wieder mit dem Unternehmen selbst und Partnern im Gespräch sei und mögliche Kooperationen auslote.

Mögliche Eingliederung in Eurowings

Zudem sei vor einigen Wochen bereits durchgesickert, dass Etihad mit der Lufthansa über ein breit angelegtes Geschäft verhandle: Air Berlin wolle rund 40 Jets an den Lufthansa-Billigableger Eurowings vermieten. Dem Vernehmen nach soll der Lufthansa-Aufsichtsrat an diesem Mittwoch (28. September) über die geplante Übernahme des Air-Berlin-Geschäfts abseits der Drehkreuze Düsseldorf und Berlin entscheiden. Damit würde die Fluglinie künftig nur noch etwa 70 Maschinen in Eigenregie betreiben, also etwa halb so viele wie derzeit. Das betreffe auch die Besatzungen, also Piloten und Bordpersonal.

TUI dementiert Pläne mit Easyjet

Währenddessen hat TUIfly die Spekulationen über seinen möglichen Verkauf an Easyjet klar zurückgewiesen. „Eine Kooperation oder ein Einstieg" von Easyjet bei TUIfly sei "weder in Vorbereitung noch wird dies angestrebt", stellten der TUIfly-Aufsichtsratschef Henrik Homann und TUIfly-Geschäftsführer Jochen Büntgen am Freitag, 23. September, in einem Brief an die Mitarbeiter klar. (APA/red)


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Foto: Michaela Trpin

Autor/in:

Redakteurin / Senior Editor

Michaela Trpin hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Crossmediale Marketingkommunikation studiert und versteht es, ihre im Bachelor- und Masterstudium erlernten Kenntnisse mit der Praxis zu verknüpfen. Ihre Leidenschaft fürs Schreiben und Reisen hat sie, als Teil der Redaktion, zum Beruf gemacht. Im Verlag betreut sie die Themen Karibik, Lateinamerika und Luxusreisen.





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