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Wissen am Counter: Camper Reisen


"Wissen am Counter" - Foto: ImageFlow / shutterstock.com
Der Beratung zu Camper-Reisen mag zunächst möglicherweise als kleine Überwindung erscheinen, gibt es doch sowohl bei der Einreise und beim Mieten, als auch unterwegs vor Ort einige Aspekte, die es für Kunden und Expedienten zu berücksichtigen gilt. In unserer neuen Serie „Wissen am Counter“ fassen wir die wichtigsten Punkte interessanter Special-Interest-Themen zusammen, um Reiseberater fit für Beratung und Verkauf zu machen.

Führerschein und Altersgrenzen

"Ein Führerschein der Klasse B berechtigt im Ausland zum Lenken von Fahrzeugen mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Eine Bestätigung, die zum Lenken von Campern über 3,5 Tonnen berechtigt, erhalten Reisende aus Österreich exklusiv bei FTI", so Paul Haselmayr, Director Service Center, Group Department & Human Resources von FTI. Diese gilt für die USA und Kanada, Australien und Neuseeland, sowie Südafrika und Namibia. Jedoch ist zu beachten, dass viele Mietwagenfirmen, beispielsweise in den USA, österreichische Führerscheine mangels Datenkompatibilität nicht anerkennen. Daher wird die Mitnahme eines internationalen Führerscheins dringend angeraten. Diesen erhält man beim ÖAMTC. Die Altersgrenzen können von den Vermietern selbst gewählt werden. Oft liegt das Mindestalter bei 21 Jahren und man sollte mindestens zwei Jahre im Besitz des Führerscheins sein. Teilweise liegt das Mindestalter jedoch auch bei 25 Jahren. Das Höchstalter für die Anmietung eines Wohnmobils ist oft mit 75 Jahren festgesetzt. „Ältere Lenker dürfen mit ärztlichem Attest meist trotzdem fahren“, erklärt Markus Holzer vom Österreichischen Camping Club (ÖCC).

Fahrzeugübernahme

Bei der Übernahme ist Reisenden dringend zu raten, sich das Fahrzeug vom Vermieter genau erklären zu lassen und etwaige Mängel schriftlich bestätigen zu lassen. Auch sollte das Kleingedruckte im Mietvertrag genau gelesen werden. Sind Abhol- und Retourstation nicht ident, fallen bei den meisten Vermietern zusätzliche Gebühren an. Es kann sich bei weiten Strecken und wenig Zeit jedoch lohnen, da man nicht an den Ausgangspunkt zurück muss.

Früh buchen lohnt sich

Wie bei allen Reiseformen, ist auch beim Urlaub mit Camper und Wohnmobilen Frühbuchen ein wichtiges Thema. Wer etwa im Juli und August für das darauffolgende Jahr bucht, bei FTI bis zu 30% Ersparnis zum Katalogpreis. Apropos FTI: Der Veranstalter bietet Filialen, die sich dem Thema annehmen möchten, auch gerne exklusive Schulungen an.

Wie teuer sind Camper-Reisen in Europa?

Campanda, die weltweit größte Online-Plattform zum Mieten und Vermieten von Wohnmobilen und Campern, hat in einer Studie berechnet, wie hoch der durchschnittliche Tagesmietpreis im europäischen Ländervergleich ist. Hierbei zeigte sich, dass sich insbesondere Urlaube im Norden kostspielig gestalten. Mit einem durchschnittlichen Tagesmietpreis für Camper von knapp 240 EUR führt die skandinavische Nation die Liste der teuersten Länder Europas an, gefolgt von Island mit einem Preis von 214 EUR und Finnland mit rund 168 Euro. Auch in der Urlaubsregion rund um Kroatien wird die Reise mit dem Wohnmobil mit einem Mietpreis von über 167 EUR pro Tag nicht gerade billig. Sparen können Urlauber hingegen in den Niederlanden. Die Destination ist mit einem Preis von rund 88 EUR pro Tag Spitzenreiter der kostengünstigsten Länder Europas. Mit nur 110 EUR Miete pro Tag kann sich Portugal Platz zwei sichern. Auf Platz drei landet die Türkei mit einem Preis von fast 114 EUR pro Tag vor Spanien mit 114,50 EUR.

(red)


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