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Blickfang für den Kunden

Die Konkurrenz auf der Straße ist groß: Hier lockt ein schriller Frühbucherrabatt.

Dort ein Foto mit romantischem Sonnenuntergang. Da drüben eine Sphinx in Miniformat. Damit sich Ihr (potenzieller) Kunde nicht in ein anderes Reisebüro verirrt, müssen Sie ein Zeichen setzen. tip zeigt Ihnen in der aktuellen Counterschulung, wie Sie sich schon bei der Schaufenstergestaltung vom schnöden Mitbewerb absetzen können.



Tipps von der Expertin

Burgi AltenthalerBurgi Altenthaler ist seit über 30 Jahren in der Branche tätig und trainiert seit knapp 20 Jahren österreichische Touristiker u.a im Verkauf. Mit ihrem 2004 gegründeten Unternehmen "Altenthaler - Training" ist sie als selbstständige Beraterin erfolgreich unterwegs. Ihr Motto: "Wer andere entzünden will, muss selber brennen!"
www.altenthaler.com
officeNULL@altenthaler.com



Wen will ich ansprechen?

Bevor Sie sich ans Gestalten machen, fragen Sie sich ganz bewusst:

  • Wer ist meine Zielgruppe? Sind es Jugendliche, die Party und Freiheit suchen? Luxusreisende, die Edles und Elegantes bevorzugen? Familien, die Sandstrand für die Kids und Wellness für die Eltern brauchen? Oder aktive Senioren, die sich weiterbilden wollen?
  • Was kann ich dieser Zielgruppe bieten? Günstige Schnäppchen. Last-Minute-Trips. Kulturreisen. Urlaub auf der Luxusyacht oder im Schneeparadies. Etc.
  • Was will ich mit meinem Schaufenster aussagen? Ihre Auslage ist Ihre Visitenkarte – überlegen Sie, welche Botschaft Sie transportieren wollen.
  • Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, sollten Sie mit der Dekoration beginnen.

So sieht es aus

Denken Sie bei der Gestaltung Ihres Schaufensters an eine Theaterbühne. Diese können Sie beispielsweise nach folgenden Kriterien bespielen:

  • Saison: Die vier Jahreszeiten, Feste (von religiös bis folkloristisch) oder spezielle Feiertage (von Halloween bis Silvester, Ostern bis zum Nationalfeiertag) bieten genügend Anlässe für die Dekoration. Gespickt mit dem passenden Foto (spielende Kinder, Sonnenuntergang am Meer, Freunde beim Picknick, etc.) ist Fernweh schnell geweckt.
  • Events: Fußball-WM in Südafrika, Musicalpremieren in Deutschland, Formel 1-Rennen in Abu Dhabi, Filmfestspiele in Cannes – auch hierzu können Sie anlassbezogen dekorieren.
  • Programm: Die Veranstalterprogramme sind Ideengeber für Ihr Schaufenster – Mietwagenspecials in den USA bei Veranstalter X oder Segelurlaub in der Karibik bei Veranstalter Y sind gerade besonders günstig? Informieren Sie Ihre Kunden darüber auch in Ihrem Schaufenster.

Tipps & Tricks

  • Der Kunde will wissen, mit wem er es zu tun hat: Ihr Logo und Ihre Corporate Identity müssen im Schaufenster präsent sein. Kontaktmöglichkeiten (Telefon, E-Mail, Internet, etc.) und Öffnungszeiten sind ebenso ein Muss. Setzen Sie auch beim Platzieren der Logos Ihrer Partner Prioritäten.
  • Natürlich können Sie Reisepreise im Schaufenster platzieren. Die Präsentation reicht von dezent (eher Luxusreisen) bis schreiend (in knalligen Schnäppchenfarben).
  • Sie sind kompetent und punkten beispielsweise mit guter Beratung, günstigen Preisen, einem breiten Sortiment, individuellem Service, und, und, und. Informieren Sie den Betrachter Ihres Fensters darüber. Sprüche à la "Wir denken für Sie" oder "Ihr Traumurlaub beginnt bei uns" sind ein Anfang.
  • Gehen Sie Kooperationen mit anderen Geschäften ein, um Dekomaterial zu leihen. Schlitten gibt es beim Sporthändler, Palmen für das Sommerfeeling im Blumengeschäft.
  • Sauberkeit ist ein Muss – fingerdicker Staub, ausgeblichene Fotos oder Tixoreste von der letzten Dekoration machen kein gutes Bild. Also – ran an den Staubwedel! Und nach spätestens zwei Monaten neu dekorieren (siehe unten).
  • Dekorieren macht Spaß – doch es gilt: weniger ist mehr. Setzen Sie gezielt einige Akzente – farblich, mit diversen Lichtquellen oder ausgesuchten Elementen (vom lebensgroßen Foto einer Skyline bis zum Stoffelefant ist alles erlaubt). Überladen Sie das Fenster nicht.

Regelmäßige Abwechslung

Versuchen Sie in regelmäßigen Abständen – alle sechs bis acht Wochen –, die Auslagendekoration zu verändern. Ihrer Kreativität sind bei der Gestaltung keine Grenzen gesetzt, so lange das Schaufenster ein stimmiges Bild abgibt.

Machen Sie Fotos von jedem neu dekorierten Fenster. So erhalten Sie einerseits einen Überblick über Ihre Schaufenster im Laufe des Jahres und wiederholen sich nicht allzu oft. Andererseits können Sie Ihre Arbeit evaluieren und können sich somit von Fenster zu Fenster verbessern.


Einen Experten benennen

Ein Schaufenster zu dekorieren ist eine Ihrer geheimen Leidenschaften? Sie wollen wissen: Wie wirkt ein Raum? Wie kann ich welche Farben einsetzen? Was lösen welche Materialien/Sujets/etc. bei meinem Betrachter aus?
Schlagen Sie im Team vor, sich in dieser Hinsicht weiterzubilden und werden Sie der Experte für Ihr Reisebüro. Damit sparen Sie sich schlechte Auslagendekoration und – in weiterer Folge – Ihrem Boss Zusatzkosten für einen professionellen Dekorateur. Schließlich sind jetzt Sie der Profi im Haus.


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