Brandenburg/Potsdam: 20 Jahre Mauerfall

Das runde Jubiläum des Mauerfalls zwischen West- und Ostdeutschland im Jahr 2009 bildet einen guten Anlass, einer Epoche, ihren Wurzeln und ihren Auswirkungen auf den Grund zu gehen – eine Reihe von Veranstaltungen, Führungen und Ausstellungen rund um Berlin in Brandenburg und seiner Hauptstadt Potsdam widmet sich diesem Thema, das in allen Facetten von nüchtern-historisch über berührend und beklemmend bis zu vergnüglich und genussvoll beleuchtet wird.

Viele gut erhaltene Relikte des Kalten Kriegs wurden in Brandenburg für Besucher zugänglich gemacht, darunter wuchtige Bunkeranlagen als Zeugen der atomaren Bedrohung zwischen Ost und West oder das ehemalige Stasi-Gefängnis der Potsdamer Lindenstraße, das heute als Gedenkstätte an die Opfer der politischen Gewalt erinnert. Seit dem Mauerfall wurde eifrig saniert und renoviert. So erstrahlen die meisten der etwa 500 Schlösser im Land um Berlin in neuem Glanz, darunter das Marmorpalais im Potsdamer Neuen Garten, das Belvedere auf dem Pfingstberg, Schloss Lübbenau im Spreewald und Schloss Meseberg, das Gästehaus von Angela Merkel. Dank der bestens ausgebauten Infrastruktur können die historischen Prachtbauten sowie die Denkmäler der 40 Jahre dauernden Trennung heute bequem in Rundreisen zusammengefasst werden – wahlweise kann man auch auf historischem Boden entlang des 160km langen „Mauerwegs“ wandern oder radeln, der durch erquicklich artenreiche Naturidyllen führt.
Von Wällen und Brücken
Neben den Spuren der ehemaligen Grenzanlagen können heute die Residenzen der politischen Führung der DDR in Berlin-Pankow und in Wandlitz besichtigt werden. Eindrucksvolle Geschichtszeugen bilden auch der massive, von meterdickem Beton geschützte Atombunker der NVA-Führung in Harnekop, das militärhistorische Sonderobjekt 301 in Wollenberg sowie die Bunker von Garzau und Wünsdorf. Vom notwendigen Brückenschlag in einer schwierigen Zeit erzählt die Glienicker Brücke, die durch den Austausch von Spionen aus Ost und West bekannt wurde. An die historische Rolle der legendenumrankten Brücke, die 1953 gesperrt wurde und Schauplatz dramatischer Fluchtversuche war, wird ab kommendem November ein Museum in der Villa Schöningen erinnern. „Ostalgisch“ werden können Besucher im Dokumentationszentrum für Alltagskultur in Eisenhüttenstadt, wo rund 50.000 alltägliche Objekte aus privaten Haushalten, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen gesammelt wurden, die allesamt nach der Wende aus dem Alltag verschwunden sind.
Durch den Spreewald gurken
Die prominenteste „Ost-Delikatesse“, die mit dem preisgekrönten Spielfilm „Good Bye, Lenin!“ ein Denkmal erhielt, ist die in saure Lake eingelegte Spreewaldgurke, deren Geheimnissen man auf einem Radrundweg durch Brandenburgs Süden nachspüren kann. Auf dem Radsattel geht es durch Erlenwälder und Lagunenlandschaften – besiedelt von Störchen, Kranichen und Seeadlern – zu historischen Städten wie Cottbus und Vetschau, zu einer Gurkeneinlegerei, in der würzige Kostproben gereicht werden, und zum Gurkenmuseum in Lübben, das die DDR-Geschichte aus ungewöhnlichen Blickwinkeln nacherzählt.

Führungen, Ausstellungen & Termine

„Die Spuren des Kalten Krieges in Potsdam“: Entlang der innerdeutschen Grenze zur Glienicker Brücke, durch Babelsberg und zu den Sperranlagen der ehemaligen DDR
Cecilienhof-Tour/Potsdam: Stadtrundfahrt über die Glienicker Brücke, durch die KGB-Stadt im Neuen Garten und zum Schloss Cecilienhof, wo 1945 über das Schicksal Nachkriegsdeutschlands entschieden wurde.
„Auf den Spuren der Ossis“: Stadtrundfahrt durch Eisenhüttenstadt und Besuch des DDR-Alltagsmuseums
„Brandenburger Bunkerwelten“: Gruppenführung zum Atombunker in Harnekop, dem Militärobjekt in Wollenberg und der Bunkeranlage in Garzau
„Wohnkultur der DDR-Prominenz“: Tagestour nach Pankow und in die „Wandlitzer Waldsiedlung“ bei Bernau
Filmmuseum Potsdam bis 31. 10. 2009: Ausstellung „Mauerblicke - Die Mauer in Potsdam im Herbst 1989“ mit Fotografien von Peter Rohn, Schloss Babelsberg, Potsdam
15. 10. 2009 - 31. 10. 2010: Ausstellung zum 50. Geburtstag des „Ost-Sandmännchens“ im Filmmuseum Potsdam.
10. 11. 2009: Volksfest auf der Glienicker Brücke zum 20. Jubiläum des Mauerfalls


Kontakt:
TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH Am Neuen Markt 1 D-14467 Potsdam Tel.: 0049-331 / 200 47 47 Fax: 0049-331 / 298 73 73 E-Mail: hotline@reiseland-brandenburg.de Internet: www.reiseland-brandenburg.de, www.mauerfall2009.com

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Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.




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