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Oman: Zwischen Weihrauch, Dhow und Hightech
Oman blickt auf mehr als 5.000 Jahre Seefahrt und Handelsbeziehungen zurück. Mächtige Herrscher, traditionelles Handwerk und eine Landschaft zwischen Wüste, Bergen und Meer prägen die Geschichte des Sultanats.
Museen und Ausstellungen vermitteln das kulturelle Erbe auf unterschiedliche Weise – mit historischen Exponaten, moderner Technik, alten Schiffen und zeitgenössischer Kunst. Sieben Orte zeigen, wie vielfältig sich Vergangenheit und Gegenwart in Oman begegnen. Ob moderne Kunst in der Stal Gallery, historische Exponate im Oman Across Ages Museum oder Darstellungen der Arabischen Oryxantilope im Bait Al Zubair – die Museen in Oman bieten vielfältige Einblicke in Kultur und Geschichte.
National Museum – die Geschichte Omans
Wer Oman verstehen möchte, findet im National Museum in der Altstadt von Maskat einen umfassenden Einstieg. Gegenüber dem Al-Alam-Palast erzählt es die Geschichte des Landes von den ersten menschlichen Spuren bis in die Gegenwart. Die Themen reichen von Seefahrt und Weihrauchhandel über Islam und omanische Herrscher bis zu Bewässerungssystemen, Waffen, Schmuck, Münzen und traditionellem Handwerk. Zu den ältesten Exponaten gehören Funde aus der Bronzezeit, darunter ein zeremonieller Dolch aus der Zivilisation von Magan. Zu sehen sind außerdem die Bienenkorbgräber von Bat, al-Khutm und al-Ayn sowie traditionelle Khanjars. In einem offenen Depot können Besucher Restaurator bei der Arbeit beobachten.
Oman Across Ages Museum – Geschichte trifft Hightech
Rund 20 Kilometer von Nizwa entfernt liegt in Manah das Oman Across Ages Museum. Bereits die Architektur greift Formen des Hadschar-Gebirges auf. Im Inneren führt die Ausstellung durch mehr als 5.000 Jahre omanischer Geschichte – von den ersten Siedlungen und der Bronzezeit über die Zivilisation von Magan bis zu Seefahrt, Weihrauchhandel, Islam und den omanischen Dynastien. 360-Grad-Projektionen, virtuelle Welten und interaktive Installationen machen historische Themen anschaulich. Die Renaissance Gallery widmet sich schließlich der Entwicklung Omans seit 1970 und beleuchtet unter anderem Bildung, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Infrastruktur.
Bait Al Zubair – Einblicke in den omanischen Alltag
Das private Bait Al Zubair in Maskat verteilt sich auf mehrere traditionelle Häuser. Zu sehen sind unter anderem Khanjars und Schwerter, Schmuck, Kleidung, Haushaltsgegenstände und Musikinstrumente. Eine Hochzeitssammlung zeigt traditionelle Kleidung und Schmuck. Ein über 100 Jahre altes Wohnhaus vermittelt zudem einen Eindruck vom damaligen Alltag mit Majlis, Schlafzimmer und Vorratsraum. Mit der Gallery Sarah gehört auch eine Plattform für zeitgenössische Kunst zur Anlage. Dort treffen Werke etablierter und junger Künstler auf historische Themen und Motive.
Museum of the Frankincense Land – auf den Spuren des Weihrauchhandels
Im Museum of the Frankincense Land in Salalah stehen der Weihrauch und seine Bedeutung für die Region Dhofar im Mittelpunkt. Die History Hall informiert über die alten Handelswege, verschiedene Arten und die Verwendung des Harzes. In der Maritime Hall geht es um den Transport auf dem Seeweg und die omanische Bootsbaukunst. Schiffsmodelle veranschaulichen den historischen Handel, eine virtuelle Reise macht die maritime Geschichte erlebbar. Das Museum liegt im Al-Baleed Archaeological Park, dessen Ruinen Teil des UNESCO-Welterbes „Land of Frankincense“ sind.
Oman and the World: A Musical Journey – Musik erleben
Die Ausstellung „Oman and the World: A Musical Journey“ im Royal Opera House in Maskat widmet sich auf rund 850 Quadratmetern der Welt der Klänge. Neben Instrumenten und omanischen Musiktraditionen geht es um die Entstehung und Wahrnehmung von Tönen sowie um die Verbindung von Musik und Natur. Interaktive Stationen laden dazu ein, Rhythmen auszuprobieren, Klänge zu erforschen und selbst zu dirigieren. Gleichzeitig stellt die Ausstellung musikalische Entwicklungen aus verschiedenen Teilen der Welt vor.
Stal Gallery – zeitgenössische Kunst aus Oman
Die Stal Gallery in Maskat widmet sich der zeitgenössischen omanischen Kunst. Gezeigt werden Werke junger und etablierter Künstler, darunter Gemälde, Fotografien, Installationen und Mixed-Media-Arbeiten. Themen sind unter anderem Identität, Erinnerung, Landschaft und der Wandel des Landes. Wechselnde Ausstellungen bringen omanische und internationale Positionen zusammen und zeigen, wie traditionelle Motive und Symbole in der Gegenwart neu interpretiert werden.
Dhow Factory – traditionelle Boote aus Holz
In Sur lässt sich traditioneller Bootsbau noch heute beobachten. In der Dhow Factory am Ufer der Lagune werden die Holzboote gebaut, mit denen omanische Seefahrer einst den Indischen Ozean befuhren. Teakholz wird zugeschnitten, gebogen und mit traditionellen Werkzeugen zum Rumpf zusammengesetzt. Vieles basiert dabei auf über Generationen weitergegebenem handwerklichem Wissen. Besucher können den Bootsbauer bei der Arbeit zusehen. Im angeschlossenen Fath Al Khair Center und in der Weshar Gallery ergänzen Fotos und Exponate die Informationen zur maritimen Geschichte von Sur. (red)
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Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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9 September 2026
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