Italien: Bahnstreik trifft Reisende – neue Frecciarossa-Verbindungen geplant


Frecciarossa 1000 von Trenitalia - Foto: Markus Mainka / shutterstock.com
Italienische Bahnreisende müssen sich ab Montagabend auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für neue Frecciarossa-Verbindungen, die Deutschland ab Sommer 2027 ohne Umstieg mit Mailand und Rom verbinden sollen.

Mehrere Gewerkschaften haben einen landesweiten 24-stündigen Streik des Personals der italienischen Staatsbahn FS ausgerufen. Der Ausstand beginnt am Montag um 21.18 Uhr und endet am Dienstag um 21.00 Uhr. Auswirkungen in Form von Zugausfällen und Verspätungen sind laut Bahn bereits vor Beginn des Streiks möglich und können über dessen Ende hinaus andauern.

Im Regionalverkehr sollen die gesetzlich vorgeschriebenen Verbindungen während bestimmter Zeitfenster gewährleistet sein. Am Dienstag sollen zwischen 6.00 und 9.00 Uhr sowie zwischen 18.00 und 21.00 Uhr Züge fahren. Reisende sollten sich vor Fahrtantritt über die verfügbaren Verbindungen informieren.

Direkt von München nach Italien

Parallel dazu laufen die ersten Tests für eine neue Hochgeschwindigkeitsverbindung des italienischen Frecciarossa zwischen München und Italien. Testfahrten finden derzeit unter anderem zwischen Nürnberg und Ingolstadt sowie zwischen Erfurt und Leipzig statt. Auch in Österreich wird die Strecke getestet.

Nach Angaben der Deutschen Bahn, die bei dem Projekt mit der italienischen Staatsbahn Ferrovie dello Stato zusammenarbeitet, soll ab Sommer 2027 täglich ein Zug von München nach Rom und ein weiterer nach Mailand fahren. Seit August ist dafür ein zweiter Zug zwischen Kufstein und dem Brennerpass sowie zwischen Salzburg und Wien im Einsatz.

Später sind bis zu fünf tägliche Verbindungen zwischen Deutschland und Italien geplant. Die rund 600 Kilometer lange Strecke von München nach Mailand soll etwa sechseinhalb Stunden dauern, nach Rom sind rund achteinhalb Stunden vorgesehen. Gegenüber bisherigen Verbindungen könnten Reisende damit rund 45 beziehungsweise 75 Minuten sparen.

Weitere Ziele ab 2028 geplant

Ab Dezember 2028 ist zudem eine Verlängerung der Verbindungen nach Berlin und Neapel geplant. Damit würde der Frecciarossa nach Frankreich und Spanien auch Deutschland erreichen. Die Staatsbahn will nach eigenen Angaben wichtige europäische Städte stärker per Hochgeschwindigkeitszug verbinden. Als mögliche weitere Ziele werden Frankfurt am Main und Krakau genannt. (APA/red)


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