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Erdbeben in Kolumbien: A3M gibt Hinweise für Reisende
Das schwere Erdbeben in Kolumbien zeigt erneut, dass sich seismische Ereignisse nicht im Voraus vorhersagen lassen. A3M Global Monitoring erklärt, welche Regionen besonders erdbebengefährdet sind und worauf Reisende im Ernstfall achten sollten.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat am 10. August 2026 den Westen Kolumbiens erschüttert. Das Beben ereignete sich um 7:34 Uhr Ortszeit in der kolumbianischen Andenregion, das Epizentrum lag rund 60km westlich von Pereira. Die Erschütterungen waren auch in Venezuela, Ecuador und Panama spürbar. Laut aktuellen Angaben kamen mindestens 254 Menschen ums Leben. Zudem wurden Gebäude und Infrastruktur beschädigt und weitere Nachbeben erschwerten die Situation.
Für Reisende stellt sich angesichts des aktuellen Ereignisses auch die Frage, wie sich das Risiko von Erdbeben auf Reisen einschätzen lässt. Samed Kizgin, Chief Content Officer von A3M Global Monitoring, weist darauf hin, dass Erdbeben weltweit zu den Naturgefahren gehören, die bislang nicht zuverlässig vorhergesagt werden können. Das Risiko lasse sich daher nie vollständig ausschließen.
Erdbebenrisiko in beliebten Urlaubsländern
Zu den Regionen mit einem erhöhten Erdbebenrisiko zählen unter anderem Griechenland, die Türkei, Italien, Japan, Indonesien, die Philippinen, Mexiko, Chile, Kalifornien und Neuseeland. Viele dieser Gebiete liegen an Grenzen tektonischer Platten, an denen es regelmäßig zu seismischen Aktivitäten kommt. Auch in beliebten europäischen Urlaubsländern sind Erdbeben keine Ausnahme. In Griechenland betrifft dies insbesondere Kreta, die Ägäis und die Ionischen Inseln. In der Türkei gelten unter anderem die Westtürkei, die Ägäis, die Marmararegion und Ostanatolien als erdbebengefährdet. In Italien sind vor allem Süditalien, Sizilien, Kalabrien und die Region um Neapel betroffen.
In den vergangenen Jahren führten schwere Erdbeben unter anderem in der Türkei und Syrien 2023, in Marokko 2023 sowie in Taiwan 2024 zu erheblichen Einschränkungen für Reisende. Straßen- und Bahnverbindungen wurden unterbrochen, Unterkünfte beschädigt und touristische Angebote teilweise eingestellt.
Keine Hinweise auf weltweit zunehmende Erdbebenaktivität
Dass heute häufiger über Erdbeben berichtet wird, bedeutet laut A3M nicht, dass es weltweit mehr schwere Erdbeben gibt als in früheren Jahrzehnten. Moderne Messgeräte sind deutlich genauer und erfassen auch kleinere Erschütterungen, die früher nicht registriert wurden. Für die Reisesicherheit gewinnt das Thema dennoch an Bedeutung. Einerseits reisen heute deutlich mehr Menschen und besuchen auch bislang weniger erschlossene Risikogebiete. Andererseits verbreiten sich Informationen über Erdbeben durch soziale Medien und andere digitale Kanäle innerhalb kürzester Zeit.
Was Reisende beachten sollten
"Wer in eine erdbebengefährdete Region reist, sollte sich bereits vorab informieren, wie man sich im Notfall richtig verhält. Vor Ort ist es wichtig, auf Warnungen der Behörden zu achten und bei einem Beben ruhig zu bleiben. Die meisten Hotels haben feste Notfallpläne und gekennzeichnete Fluchtwege. Es empfiehlt sich daher, diese direkt nach der Ankunft einmal anzuschauen", so Samed Kizgin. (red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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