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Deutsche Bahn fährt schwarze Zahlen ein
Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr erstmals seit 2019 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Umsatz legte zu und erste Kostensenkungen machten sich bemerkbar, wie der Konzern mitteilte. Die Pünktlichkeit blieb weiterhin ein Schwachpunkt: Nur 59% der Fernverkehrszüge von Jänner bis Juni hielten sich an den Fahrplan.
Unter dem Strich machte der Konzern 147 Mio. EUR Gewinn. Der Umsatz stieg um 1,8% auf 13,6 Mrd. EUR, die Zahl der Reisenden erhöhte sich ebenfalls um 1,8% auf 960 Mio. Im Vorjahreszeitraum hatte die DB noch einen Verlust von 760 Mio. EUR ausgewiesen. „Wir sind im ersten Halbjahr 2026 gut vorangekommen und haben eine wichtige Wegmarke erreicht", erklärte Bahn-Chefin Evelyn Palla. „Auch wenn bei der Sanierung der Schiene nichts schnell geht, liefern wir jetzt Schritt für Schritt, was wir versprochen haben."
Jahr der Baustellen
2026 bezeichnet die Bahn als „Super-Baujahr": Im ersten Halbjahr seien 14.000 Baustellen fertiggestellt worden. Das Baugeschehen spiegelt sich auch in den Investitionen wider: Sie legten um 18% zu auf 8,7 Mrd. EUR - der höchste Halbjahreswert in der Geschichte der DB. Neben den vielen Baustellen und dem maroden Schienennetz trugen auch der Wintereinbruch im Jänner und Februar sowie die Hitzewelle im Juni zu den schlechten Pünktlichkeitswerten bei, wie die Bahn ausführte. 59% der Fernverkehrszüge kamen mit weniger als sechs Minuten Verspätung ans Ziel, 76% mit weniger als 15 Minuten. Im Regionalverkehr lag die Quote (sechs Minuten Verspätung) bei 88,2%.
Auch der Fernverkehr im Plus
Den Unternehmensangaben nach verbesserte sich die finanzielle Bilanz in allen Geschäftsfeldern. Dazu beigetragen hätten auch „erste Kostensenkungen sowie Personalabbau in der Konzernleitung und bei den internen Dienstleistern". Der Personalabbau läuft demnach schneller als geplant. Auch der Fernverkehr schrieb laut DB wieder schwarze Zahlen und fuhr einen Gewinn von 148 Mio. EUR ein - auch wenn die Fahrleistung wegen der vielen Baustellen niedriger ausfiel als im Vorjahr. Im Fernverkehr legten die Ticketverkäufe im zweiten Quartal zu, was die Bahn auch auf ihre Angebotspreise zurückführte.
Die DB Regio machte laut Halbjahresbilanz 89 Mio. EUR Gewinn. „Vor allem auf Pendlerstrecken stieg die Nachfrage, weil Berufstätige wegen der hohen Spritpreise vom Auto zum Zug wechselten", erklärte die Bahn. Der Umsatz legte hier um 4% zu. Die Gütersparte DB Cargo schrammte mit 1 Mio. EUR Verlust knapp an der schwarzen Null vorbei. Der Bereich ist dennoch weiterhin ein Sorgenkind: „Der Sanierungsdruck ist weiter hoch, insbesondere bei anhaltend schwacher Konjunktur und instabiler infrastruktureller Lage", erklärte die DB. (APA/red)
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Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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