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EU-Parlament stimmt neuen Fluggastrechten zu
Nach jahrelangen Verhandlungen steht eine Reform der EU-Fluggastrechte kurz vor der Umsetzung. Das EU-Parlament hat den zwischen Parlament und Rat erzielten Kompromiss angenommen.
Das EU-Parlament hat am Dienstag in Straßburg die geplante Reform der Fluggastrechte angenommen. Der zuvor zwischen Parlament und Rat der EU-Mitgliedstaaten erzielte Kompromiss sieht unter anderem vor, dass Entschädigungszahlungen bei Flugverspätungen weiterhin ab drei Stunden möglich sind. Damit setzte sich das Parlament bei den Entschädigungsfristen gegenüber den Forderungen der EU-Mitgliedstaaten durch. Der Rat hatte eine Anhebung der Frist auf vier bis sechs Stunden vorgeschlagen. Die Höhe der Entschädigungen bleibt unverändert: Bei Verspätungen auf Flügen bis 1.500km sind 250 EUR vorgesehen, bei bis zu 3.500km 400 EUR und bei noch längeren Strecken 600 EUR.
Fluglinie muss schuld an Verspätung sein
Voraussetzung für eine Entschädigung ist weiterhin, dass die Fluggesellschaft für die Verspätung verantwortlich ist. Die neue Regelung enthält - nach den Wünschen des Parlaments - eine Liste außergewöhnlicher Umstände, bei denen Airlines von der Zahlungspflicht ausgenommen sind. Dazu zählen unter anderem Naturkatastrophen, extreme Wetterereignisse oder Streiks.
Familien- & Handgepäcksregelung
Darüber hinaus wurde beschlossen, dass Familien mit minderjährigen Kindern künftig das Recht haben, kostenlos nebeneinanderliegende Sitzplätze zu buchen. Zudem müssen Passagier:innen nicht verpflichtend digitale Boardingpässe nutzen sonderm haben das Recht auf einen Papier-Pass. Beim Handgepäck wurde hingegen keine verpflichtende Gratis-Mitnahme eines kleinen Koffers beschlossen. Die bei der Buchung angezeigten Preise müssen künftig jedoch ein kleines Handgepäckstück enthalten, um Preisvergleiche zu erleichtern. Weitere Handgepäckstücke können weiterhin kostenpflichtig sein.
Die neuen Vorgaben gelten für EU-Fluggesellschaften sowie für Airlines, die von EU-Flughäfen starten. Nach der Zustimmung des Parlaments muss der Rat die Regelung noch formal bestätigen. (APA / red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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