Lufthansa: Streiks gehen in die nächste Runde


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Streikwoche bei der Lufthansa: Die Vereinigung Cockpit (VC) hat angekündigt, die Fluggesellschaft am Donnerstag und Freitag (16. u. 17. April 2026) erneut zu bestreiken.

Dies teilte der Berufsverband des Cockpitpersonals in Deutschland am Dienstagabend mit. Für Mittwoch und Donnerstag hatte bereits die Gewerkschaft Unabhängiger Flugbegleiter Organisation (UFO) zu einem Streik bei der Lufthansa aufgerufen. Die Piloten hatten schon am Montag und Dienstag gestreikt. Bestreiken will die VC am Donnerstag und Freitag alle Abflüge der Lufthansa von deutschen Flughäfen und alle Abflüge der Lufthansa-Töchter Cargo und Cityline. Die Lufthansa-Tochter Eurowings wird nur am Donnerstag bestreikt.

Ausgenommen seien den Angaben zufolge lediglich Flüge nach Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Der Streik bei der Lufthansa beginnt am Donnerstag um 00.01 Uhr und endet am Freitag um 23.59 Uhr.

Starre Fronten

Zur Begründung erklärte VC-Präsident Andreas Pinheiro, es gebe keinerlei Bewegung seitens der Arbeitgeber. „Weder liegt bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa Cityline ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag oder bei Eurowings zur betrieblichen Altersversorgung." Daher schlage die VC der Arbeitgeberseite ein „verbindliches Schlichtungsverfahren" vor.

Am Montagabend hatte auch die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) zu zweitägigen Streiks bei der Lufthansa aufgerufen, um nach eigenen Angaben den Druck auf den Konzern beim Ringen um einen neuen Manteltarifvertrag zu erhöhen. Bestreikt werden am Mittwoch und Donnerstag alle Abflüge der Kernmarke Lufthansa von den Flughäfen Frankfurt und München sowie alle Abflüge der Lufthansa-Tochter Cityline von Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.

Kritik von Seiten des Konzerns 

Die Streiks des Kabinenpersonals folgen direkt auf Pilotenstreiks, die den Flugbetrieb bei der Lufthansa bereits am Montag und Dienstag erheblich beeinträchtigt hatten. Am Dienstag wurden nach Flughafenangaben allein in Frankfurt am Main 565 Flüge annulliert. Bereits am Montag waren nach VC-Angaben wegen der Arbeitsniederlegungen mehr als 700 Flüge gestrichen worden.

Die Lufthansa hatte die Pilotenstreiks deutlich kritisiert: Die Kernforderung der Gewerkschaft „nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge ist absurd und unerfüllbar", erklärte das Unternehmen. Der Konzern arbeite „mit Hochdruck daran, die Auswirkungen für unsere Fluggäste so gering wie möglich zu halten" und versuche, so viele Flüge wie möglich von anderen Airlines der Gruppe sowie Partner-Airlines übernehmen zu lassen. (APA/red)


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Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.




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