IATA: Nahost-Krieg drückt weltweite Flugnachfrage im April


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Die weltweite Passagiernachfrage im Luftverkehr ist laut IATA im April 2026 um 3,4% zurückgegangen. Hauptgrund dafür war der massive Nachfrageeinbruch bei Airlines aus dem Nahen Osten infolge des anhaltenden Kriegs in der Region.

Wie die Internationale Luftverkehrsvereinigung IATA bekanntgab, sank die globale Passagiernachfrage gemessen in Revenue Passenger Kilometern (RPK) im April 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4%. Ohne den Nahen Osten wäre die Nachfrage hingegen um 1,2% gestiegen. Auch die internationale Nachfrage ging im Jahresvergleich um 5,3% zurück. Die Kapazität verringerte sich gleichzeitig um 5,1%, die Auslastung lag bei 83,9% und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Laut IATA führte insbesondere der Nachfrageeinbruch von 46,6% bei Airlines im Nahen Osten zu den schwachen globalen Ergebnissen. Zusätzlich hätten sich die Treibstoffkosten im April mehr als verdoppelt, was sich zunehmend auf die Ticketpreise auswirke.

Europa mit leichtem Wachstum

Europäische Fluggesellschaften verzeichneten im internationalen Verkehr ein Nachfrageplus von 0,9% gegenüber April 2025. Die Kapazität stieg um 0,3%, die Auslastung erreichte 84,9%. Positiv entwickelte sich insbesondere der Direktverkehr zwischen Europa und Asien, der laut IATA um 15,3% zunahm.

Auch Airlines aus dem asiatisch-pazifischen Raum sowie aus Lateinamerika und Afrika meldeten steigende Nachfragewerte. Die stärksten Zuwächse verzeichneten lateinamerikanische Airlines mit einem Plus von 8,9%.

Massiver Rückgang im Nahen Osten

Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten mussten hingegen einen Rückgang der internationalen Nachfrage um 48,1% hinnehmen. Die Kapazität sank um 38,4%, die Auslastung fiel auf 70,1%. Laut IATA beeinträchtigte insbesondere der anhaltende Krieg mit dem Iran den Luftverkehr in der Region, auch wenn sich der Rückgang gegenüber März leicht abgeschwächt habe.

Im Inlandsgeschäft stagnierte die weltweite Nachfrage im April 2026. Wachstumsmärkte wie Brasilien, China und Japan konnten Rückgänge in Australien, Indien und den USA ausgleichen. (red)


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Autor/in:

Redakteurin

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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