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Reisewarnung für Mallorca

Wegen der Corona-Krise wird nun auch österreichischen Reisenden davon abgeraten, die spanischen Balearen-Inseln zu besuchen. 

Wie das österreichische Außenministerium am Dienstag mitteilte, gilt ab kommendem Montag eine Reisewarnung für die beliebten Urlaubsinseln Mallorca, Menorca und Ibiza. Für das spanische Festland gelten bereits seit 10. August strenge Einreiseregeln. Wer ab Montag von den Balearen aus nach Österreich einreist, muss sich einem Corona-Test unterziehen. Diesen können sie direkt am Flughafen Wien kostenlos in Anspruch nehmen. 

Covid-19 in Zahlen

Spanien war eines der ersten Länder Europas, das besonders hart mit der Corona-Pandemie zu kämpfen hatte. Gesamt gibt mehr als 28.600 Todesopfer. Dass die täglichen Infektionszahlen nun erneut in die Höhe geschossen sind, hat viele Länder veranlasst, mitten in der Hochsaison Reisebeschränkungen für das Land zu verhängen. Vergangene Woche meldete Spanien im Schnitt mehr als 4.900 Corona-Neuinfektionen täglich, was laut Nachrichtenagentur AFP den Zahlen von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien zusammengenommen entspricht. Für das Festland Spaniens gilt daher bereits seit 10. August eine Reisewarnung, in ganz Europa gilt das Land gesamt betrachtet sicherlich am meisten vom Einbruch des Tourismus betroffen.

Folgen für Tourismus

Für den Tourismussektor des Landes natürlich eine Katastrophe. Nun warnt sogar die Welttourismusorganisation UNWTO vor zu harschen Maßnahmen. Die Regierungen hätten zwar die Pflicht, die Gesundheit der Menschen zu schützen, aber sie hätten auch eine Verantwortung für die Wirtschaft und die Einkommen der Menschen, schrieb UNWTO-Generaldirektor Surab Pololikaschwili am Dienstag.Die Reisebeschränkungen wegen Corona hätten allein schon zwischen Jänner und Mai weltweit Verluste von 320 MRD USD (270 Mrd. EUR) verursacht.

Sicherer Tourismus möglich

Die Furcht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus sowie Zwangsquarantäne für Rückkehrer aus Spanien haben die Branche an den Rand des Ruins gebracht. Tourismusunternehmen hatten die Reisewarnung für Mallorca kritisiert. Es sei bedauerlich, dass es eine Reisewarnung für die ganze Urlaubsinsel gebe, statt nur für die Stadt Palma oder regional betroffene Orte der Insel. Die UN-Sonderorganisation betonte, die Öffnung von Grenzen für den Tourismus bringe Millionen Menschen, die von diesem Sektor abhängig seien, große Erleichterung. In diesen unsicheren Zeiten würden die Menschen weltweit starke, klare und einheitliche Botschaften brauchen. Was sie nicht brauchen würden, seien politische Entscheidungen, die die Tatsache ignorieren, dass nur alle zusammen die Herausforderung bestehen können, mahnte der Leiter der UN-Organisation. Ein sicherer Tourismus sei bei Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen möglich.

Aber das Reisejahr 2020 ist und bleibt wegen der Corona-Pandemie nun einmal ein Ausnahmejahr. (red/apa)


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Sandra Zurek

Autor/in:

Managing Director

Nach 10 Jahren ist Sandra Zurek zum Profi Reisen Verlag zurückgekehrt und zeichnet aktuell neben Vermarktung und Medienkooperationen auch für Redaktion verantwortlich.





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