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US-Einreiseverbot: Lufthansa und AUA prüfen Flugstreichungen


AUA und Lufthansa
Das Einreiseverbot der USA für Europäer versetzt den Fluggesellschaften in der Corona-Krise einen weiteren harten Schlag.

Nach Einschätzung von Daniel Röska, Analyst von Bernstein Research, wird das 3.500 Flüge wöchentlich und bis zu 800.000 Passagiere betreffen. Der Luftverkehr zwischen dem Schengen-Raum in Europa und den USA komme damit zum Erliegen. Am stärksten betroffen seien die Lufthansa sowie die US-Airlines Delta und United. 

Flugstreichungen bei Lufthansa und AUA 

Die AUA und ihr Mutterkonzern Lufthansa erklärten, die Folgen des überraschend verkündeten Einreisestopps für Europäer in die USA zu prüfen. Es sei noch zu früh, konkrete Auswirkungen auf Flugplan und Betrieb zu nennen, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag. Es sei aber klar, dass sich die Situation mit den Ankündigungen des US-Präsidenten Donald Trump noch einmal verschlechtert habe und es zu weiteren Flugstreichungen kommen werde.

Bereits am Vortag hatte der Lufthansa-Konzern weitere 23.000 Flüge für die Zeit bis zum 24. April gestrichen. Üblicherweise fliegen die Gesellschaften des größten Luftverkehrskonzerns Europas im Schnitt gut 3.200 Flüge pro Tag. Bisher hat der Konzern angekündigt, sein Programm für Lufthansa, Swiss, Austrian, Eurowings und Brussels bis zur Hälfte zusammenzustreichen.

Die Routen über den Nordatlantik sind in normalen Zeiten das ökonomische Rückgrat der europäischen Fluggesellschaften. Sie haben auch große Bedeutung für die Auslastung der Zubringerflüge aus ganz Europa zu den Drehkreuzen München, Frankfurt, Wien und Zürich. An den Flughäfen steht bereits eine wachsende Zahl nicht benötigter Jets.

Auch der Ferienflieger Condor, dessen Rettung durch die polnische Luftfahrtgesellschaft LOT nach einem Bericht des "Spiegel" wegen der Corona-Krise auf der Kippe steht, fliegt Ziele in den USA an. "Wir prüfen im Moment mit Hochdruck die Auswirkungen auf unseren Flugplan und stehen in Kontakt mit den zuständigen Behörden", erklärte eine Condor-Sprecherin.

Einreisestopp für Schengenraum 

US-Präsident Donald Trump verhängte einen Einreisestopp für Nicht-Amerikaner aus EU-Ländern für 30 Tage. Die überraschende Maßnahme im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie soll von Freitag ab Mitternacht an gelten.

Einreisen dürfen nur US-Bürger und Ausländer mit dauerhaftem Wohnsitz in den Vereinigten Staaten mit ihren engsten Familienmitgliedern. Flüge von Europa aus sind noch zu einigen Flughäfen mit strengen Ankunftskontrollen der Passagiere möglich.

Auswirkungen für Tourismus 

Neben den Airlines wird der Tourismus in den USA unter der Abschottung leiden. Der US-Reiseverband erklärte, im März vergangenen Jahres stammten 29% aller Reisenden und 3,4 Mrd. USD (3,0 Mrd. EUR) Umsatz aus Europa.

"Das wird die ohnehin schon starken Auswirkungen des Coronavirus auf die Reisebranche und die 15,7 Mio. Amerikaner, deren Arbeitsplätze vom Reisen abhängen, noch verschärfen", so Roger Dow, Präsident des US-Reiseverbandes.

(APA / red) 


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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