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USA: Abseits ausgetretener Pfade


Portland, Maine
Undertourism statt Overtourism: 2020 können Gäste in den vergangenen Staaten Städte und Viertel abseits der üblichen Touristenpfade entdecken – von entspannten Stränden bis hin zu Genuss-Vierteln.

Die USA locken mit berühmten Städten und Regionen, die auf vielen Reise-Wunschlisten rund um den Globus stehen. Doch auch abseits der Klassiker und bekannten Favoriten bieten die Vereinigten Staaten spannende Reiseziele, die sich in den vergangenen Jahren zu echten Geheimtipps entwickelt haben.

Kunst & Kulinarik: Baltimore, Maryland

Im 18. Jahrhundert war Baltimore als eine der wichtigsten Hafenstädte Amerikas berühmt – heute kann die “Charm City” mit einer der größten Millennial-Populationen des Landes aufwarten. Die Folge: Clevere Unternehmer und kreative Künstler prägen das Bild der Stadt und tragen zu einer lebendigen Kulinarik- und Kunstszene bei. Kunstliebhaber sollten sich das Baltimore Museum of Art nicht entgehen lassen, das mit der größten Kollektion an Henri Matisse-Werken weltweit aufwartet. Ebenso sehenswert: Das American Visionary Art Museum, das die Arbeit von Künstlern zeigt, die sich das Handwerk selbst beigebracht haben. Die eigene künstlerische Ader entdecken Besucher bei frei zugänglichen Workshops am Wochenende. Hinsichtlich Kulinarik erlebt die Stadt derzeit eine wahrhaftige Renaissance dank neueröffneten Food-Märkten wie dem Lexington Market sowie Restaurants wie The Woodberry Kitchen, wo mit dem James Beard Award ausgezeichnete Köche den Löffel schwingen.

Wildnis & Abenteuer: Mammoth Lakes, California

Die meisten Kalifornien-Besucher zieht es an die Strände im Süden. All jene, die ein Abenteuer in der Natur suchen, das traumhafte Panoramen mit exzellenten kulinarischen Genüssen kombiniert, sollten einen Aufenthalt an den Mammoth Lakes in the Sierra Nevada Mountains einplanen. Im Sommer lässt es sich in Mammoth in der Wildnis campen, Mountainbiken, Wandern und Fliegenfischen, während im Winter Ski- und Snowboardfahrer sowie Schneeschuhwanderer das Paradies vorfinden. Neben modernen Campingplätzen und Luxushotels können Reisende in der beeindruckenden Tamarack Lodge übernachten: Die gemütlichen Hütten befinden sich versteckt direkt am Ufer der Twin Lakes.

Kunstviertel & Craft Bier: Dallas, Texas

Austin war lange Zeit die unangefochtene Trendstadt in Texas. Wer sich weiter in den Norden nach Dallas wagt, wird belohnt mit einer florierenden Kunstszene sowie einigen der besten Bars und Restaurants des Bundesstates. Im Herzen der Stadt lockt das Dallas Museum of Modern Art mit 22.000 Werken aus über 5.000 Jahren Geschichte. Etwas außerhalb, im grünen Vorort North Oak Cliff befindet sich das Bishop Arts District, wo kleine Boutiquen Schmuck von lokalen Designern oder selbstgemachte Naturkosmetik verkaufen. Deep Ellum ist das perfekte Ziel für Nachtschwärmer: In den bunten Straßen haben die Besucher die Qual der Wahl zwischen dutzenden Craft-Beer-Bars und Blues-Clubs.

Jazz & Art Déco: Tulsa, Oklahoma

Tulsa kann deutlich mehr als der Titel “Öl-Hauptstadt der Welt” vermuten lässt – obwohl der Wohlstand, den die Stadt der Industrie zu verdanken hat, geholfen hat, die wunderschöne Art Déco-Innenstadt zu erschaffen. Besucher sollten bei “Décopolis” beginnen. Das Museum mit Souvenirshop und Buchgeschäft versorgt Reisende mit kostenfreien Karten der Stadt, in denen sich hilfreiche Tipps befinden – unter anderem für Spaziergänge, bei denen Besucher die atemberaubende Architektur der Stadt bewundern können. Zu den Höhepunkten zählt das Philcade Building mit seiner Art Déco-Ausstellung. Kulturinteressierte besuchen die Oklahoma Jazz Hall of Fame an der Union Station, um mehr über die Legenden dieser einzigartigen Musikrichtung zu erfahren. Besonders empfehlenswert: Jeden Sonntag finden Jazz-Konzerte statt.

Geschichte & Meeresfrüchte: Portland, Maine

Portland in Oregon zählt schon lange zu den Trendreisezielen in den USA – doch ihr Namensvetter an der Ostküste sollte auch nicht unterschätzt werden. Portland in Maine hat viel zu bieten, unter anderem eine reiche Geschichte und köstliche Meeresfrüchte. Die Hafenstadt wurde bereits 1632 besiedelt, ihr kulturelles Erbe lässt sich am besten bei einer Tour zu Fuß oder bei einem Besuch des Maine Historical Society Museum im Herzen Portlands ergründen. Freunde von frischen Meeresfrüchten und Fisch sollten unbedingt eine Lobster-Roll in einer der vielen “Seafood Shacks” probieren . Wer nobler speisen möchte, besucht die James Beard Award-gekrönte Eventide Oyster Company, die einige der besten Meeresfrüchte-Gerichte der Stadt serviert. Traditionell wird dazu eine “Bubbly Mary” gereicht - eine “Bloody Mary” mit Cava.

Gastronomie & unendliche Weite: Tucson, Arizona

Tucson darf sich seit 2016 als erste “UNESCO City of Gastronomy” der USA rühmen und wartet dank ihrer Lage nur eine Stunde von der mexikanischen Grenze entfernt mit hervorragenden Tacos auf. Für Naturfreunde lohnt sich eine Wandertour durch den Sabino Canyon und den Saguaro National Park. Zu den Höhepunkten zählen die Höhlen des Colossal Cave Mountain Park sowie ein Ausritt oder eine Klettertour auf der White Stallion Ranch. Zu den schönsten Unterkünften in Tucson zählt das Hotel McCoy, ein buntes Hotel mit moderner Kunst, perfekt für entspannte Reisende. Ebenfalls empfehlenswert ist das Posada by Joshua Tree House, ein malerisches Inn mit fünf Suiten inmitten eines 15 Hektar großen Waldes.

Strände & LGBTQ-Szene: Fort Lauderdale, Florida

Fort Lauderdale befindet sich nur eine Fahrstunde nördlich von Miami und lockt mit Stränden und Bars, die dem berühmten Nachbarn Konkurrenz machen. Kürzlich hat das sehnlichst erwartete Seminole Hard Rock Hotel seine Pforten geöffnet: Das riesige Hotel mit Casino ist in Form einer Gitarre gebaut. Im Inneren erwarten die Gäste 469 Zimmer und Suiten, zur Unterhaltung gibt es Wasserrutschen und Live-Veranstaltungen. Fort Lauderdale zählt zudem zu den LGBTQ+-freundlichsten Destinationen der Welt und beheimatet das weltweit erste LGBTQ+-Besucherzentrum.

Dinieren & Distillerie-Besuche: Louisville, Kentucky

Es ist die Heimat des Kentucky Derby und des Muhammad Ali Centre: Louisville ist das perfekte Ziel für eine entspannte Städtereise mit exzellenten Restaurants. Die florierende Kulinarik-Szene der Stadt reicht von moderner amerikanischer Küche mit Skyline-Blick im Rooftop-Restaurant 8UP bis hin zur dicken und reichhaltig belegten “Louisville-style”-Pizza bei Impellizzeri. Reisende sollten unbedingt das Nationalgetränk des Staates probieren: den Bourbon. Es gibt dutzende Distillerien und Bars wie Gerstle’s in Crescent Hill, die frittierte Käsebällchen zum Bourbon reichen – als “Beilage” verwöhnen Blues- und Rock’n’Roll-Künstler die Ohren. Ein einmaliges, authentisches Erlebnis bietet 610 Magnolia, wo lokaler Bourbon auf Wein und Probiermenüs trifft.

Weitere Informationen über Reisen in den USA unter: www.visittheusa.de (red) 


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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