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Kommt Emirates mit A380 nach VIE?


Durch den Rückzug der AUA auf der Strecke Wien – Dubai reduziert sich die Kapazität ab VIE in die Arabischen Emirate um 15%. Die Flug-Newsplattform Austrian Aviation Net berichtet, dass der A380 nun eventuell schon früher als geplant auf dieser Strecke eingesetzt werden könnte.

Nachdem die AUA nicht unerwartet ihre Dubai-Flüge per September 2015 einstellen wird geht die Flugkapazität von Österreich in die Vereinigten Arabischen Emirate deutlich zurück. Insgesamt fliegen derzeit Austrian und Emirates mit jeweils rund 1.100 bzw. 5.040 Flugzeugsesseln pro Woche und Richtung zwischen Wien und Dubai sowie Niki mit etwa 1.000 Sitzen zwischen der österreichischen Hauptstadt und Abu Dhabi. Mit dem Austrian-Rückzug gehen damit etwa 15% der Kapazität zwischen Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten verloren.

Shuttle-Bus Abu Dhabi - Dubai

Interessant wird daher nun die Frage, ob und wie die Mitbewerber der AUA auf den Rückzug der Lufthansa-Tochter reagieren. Niki-Geschäftsführer Thomas Suritsch erklärte dazu, dass es derzeit keine Pläne gebe, mehr Flüge anzubieten. Seit November 2014 fliegt die Air-Berlin-Tochter zwischen Wien und Abu Dhabi - mittlerweile offenbar auch recht gut gefüllt.

"Im Juli und August beträgt die Auslastung zwischen 80 und 90 Prozent", sagte Suritsch gegenüber Austrian Aviation Net.

Niki fliegt zwar nach Abu Dhabi - nach Dubai wird allerdings ein kostenloser Shuttle-Bus zur Etihad Travel Mall angeboten, Business-Class-Passagiere dürfen sich über ein kostenloses Limousinen-Service innerhalb der Vereinigten Arabischen Emirate freuen. Der Anteil der Umsteiger auf Etihad-Flüge in Abu Dhabi beträgt laut Suritsch mehr als 50 Prozent.

Fehlende Infrastruktur am VIE

Zufrieden mit der Performance auf der Strecke zwischen Wien und Dubai zeigte sich zuletzt auch der Direktor von Emirates Österreich, Martin Gross. Seit einiger Zeit schon liebäugelt man mit dem Einsatz des Airbus A380 nach Wien - ein entsprechender Passus in der österreichischen Genehmigung (der allerdings mittlerweile gestrichen wurde) verhinderte dies bislang. Mit der Reduktion des Angebotes durch die AUA könnte dieses Thema nun aktuell werden.

"Wenn die Voraussetzungen am Flughafen Wien - wie zum Beispiel ein passendes Gate - geschaffen werden, können wir uns schon vorstellen, den A380 noch schneller nach Wien zu bringen", erklärte Gross im Gespräch mit Austrian Aviation Net.

Derzeit verfügt der Vienna Airport über keine entsprechend ausgestattete Abfertigungsposition mit drei Brücken. Durch den Einsatz des A380 auf einem der beiden Wien-Flüge würde sich das Sitzplatzangebot um rund 140 Plätze erhöhen - also knapp 1.000 Flugzeugsessel pro Woche zusätzlich. Wien würde jedenfalls in die A380-Expansionstrategie der Airline passen: In Europa setzt Emirates den Superjumbo fast flächendeckend bereits nach London (Heathrow und Gatwick), Paris, Rom, München, Amsterdam, Zürich, Barcelona, Frankfurt und Mailand ein. Seit 1. Juli 2015 steht auch Düsseldorf auf dem A380-Flugplan, am 1. August 2015 kommt Madrid dazu, mit 1. Dezember 2015 auch Kopenhagen.

Code-Share unwahrscheinlich

Ob Austrian Airlines bzw. die Lufthansa-Gruppe über den eigenen Schatten springt und eine Zusammenarbeit im Falle einer Emirates-Expansion auf der Strecke zum Beispiel im Sinne eines Codeshare in Erwägung zieht, ist dabei eine interessante Frage. Immerhin beförderte die AUA zuletzt rund 80.000 Passagiere auf der Strecke mit einem Umsteigeranteil in Wien von etwa zwei Drittel. Laut Austrian-Sprecher Peter Thier ist eine solche Kooperation allerdings nicht wahrscheinlich - man möchte den Verkehr lieber über die anderen Lufthansa-Airlines ins Netz des Airline-Verbundes einspielen.

Austrian Aviation Net


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.




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21 Mai 2019


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