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Flugabgabe: Landeshauptleute fordern Abschaffung
Die Landeshauptleute von Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten fordern gemeinsam mit Wien und Niederösterreich die Abschaffung der Flugabgabe, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Flughäfen zu stärken.
Fünf weitere Landeshauptleute sprechen sich für die Abschaffung der österreichischen Flugabgabe aus. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) fordern Anton Mattle, Karoline Edtstadler, Thomas Stelzer (alle ÖVP), Mario Kunasek (FPÖ) und Daniel Fellner (SPÖ) die vollständige Abschaffung der Abgabe. Zuvor hatten bereits Wien und Niederösterreich diese Forderung erhoben.
Flughäfen verzeichnen Passagierrückgang
Die Landeshauptleute argumentieren, dass die Abgabe die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs im internationalen Luftverkehr schwäche und den Aufbau sowie die Sicherung von Flugverbindungen erschwere. Die Flugabgabe beträgt grundsätzlich 12 EUR pro Ticket, bei Kurzstrecken bis 350 km sind es 30 EUR. Unterstützung kommt vom Österreichischen Flughafenverband (AÖV). Laut dessen Angaben wurden von Jänner bis September 2026 an den sechs österreichischen Verkehrsflughäfen insgesamt 26,7 Mio. Passagier abgefertigt. Das entspricht einem Rückgang von 3,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum und rund 1 Mio. Fluggästen weniger. AÖV-Präsident Julian Jäger sieht in der Abschaffung der Abgabe eine Möglichkeit, die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Airports zu verbessern: „Der Wettbewerb um Flugverbindungen und Kapazitäten nimmt zu und die nationale Flugabgabe verschärft die Situation für die heimischen Airports. Eine Abschaffung der Flugabgabe würde die Konkurrenzfähigkeit des Luftfahrtstandortes Österreich und seiner Airports im internationalen Wettbewerb deutlich verbessern. Dieser Meinung schließen sich immer mehr Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Tourismus an und ich begrüße daher, dass sich nach den Landeshauptleuten von Wien und Niederösterreich auch die Landeshauptleute von Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten für die Abschaffung der Flugabgabe aussprechen", so Jäger.
Kritik von Grünen und WWF
Die Grünen lehnen eine Abschaffung ab. Verkehrssprecherin Elisabeth Götze verweist auf bestehende Steuerbegünstigungen für die Luftfahrt und hält den Vergleich mit Deutschland für nicht stichhaltig, da die dortige Flugabgabe auch nach einer Senkung höher liege als in Österreich. Auch die Umweltschutzorganisation WWF spricht sich gegen eine Abschaffung aus. Sie warnt vor einer steuerlichen Entlastung des klimaschädlichen Flugverkehrs. Der Flughafenverband und die unterstützenden Bundesländer sehen hingegen Handlungsbedarf, um die internationale Anbindung der Regionen sowie die wirtschaftliche und touristische Bedeutung der Flughäfen zu sichern. (APA / red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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