DRV begrüßt EU Passenger Package


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Der Deutsche Reiseverband sieht in den geplanten EU-Regelungen Chancen für einen digitaleren und wettbewerbsfähigeren Mobilitätsmarkt, fordert aber mehr Rechtssicherheit für Pauschalreisen und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Verkehrsträger.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) unterstützt das von der Europäischen Kommission vorgelegte „EU Passenger Package“. Die Vorschläge sollen unter anderem den Zugang zu Mobilitätsdaten verbessern, multimodale Reiseangebote fördern und grenzüberschreitende Buchungen vereinfachen. Das Gesetzgebungsverfahren auf EU-Ebene läuft derzeit, auch in Deutschland hat die politische Befassung mit den Vorschlägen begonnen. Der DRV sieht insbesondere in offenen Datenzugängen und diskriminierungsfreien Vertriebsbedingungen Potenzial für mehr Wettbewerb und Innovation im Personenverkehr. Gleichzeitig fordert der Verband an mehreren Stellen Klarstellungen und Anpassungen.

Rechtssicherheit für Pauschalreisen

Besonderen Handlungsbedarf sieht der DRV bei den geplanten Regeln für multimodale Buchungsdienste. Reiseveranstalter sollten nicht allein deshalb als digitale Vertriebsplattformen eingestuft werden, weil sie unterschiedliche Beförderungsleistungen im Rahmen einer Pauschalreise oder verbundenen Reiseleistung kombinieren. „Pauschalreisen sind eigenständige Gesamtprodukte mit einem eigenen Rechtsrahmen und umfassenden Schutzmechanismen für Reisende“, betont der Verband. Eine entsprechende Ausnahme soll aus Sicht des DRV Abgrenzungsprobleme und Rechtsunsicherheiten vermeiden.

Gleiche Regeln für alle Verkehrsträger

Positiv bewertet der Reiseverband die geplanten Regelungen für einen diskriminierungsfreien Zugang zu Bahntickets und Mobilitätsdaten sowie die Erleichterung grenzüberschreitender Bahnreisen. Diese Grundsätze sollten aus Sicht des DRV jedoch nicht auf den Schienenverkehr beschränkt bleiben. Verpflichtende Datenzugänge und diskriminierungsfreie Vertriebsbedingungen sollten perspektivisch auch für den Luftverkehr und weitere Verkehrsträger gelten. Ein einheitlicher Rahmen über verschiedene Verkehrsträger hinweg könne aus Sicht des Verbands faire Wettbewerbsbedingungen schaffen und multimodale Angebote unterstützen.

Transparenz bei Daten und Haftung

Auch die vorgesehenen FRAND-Regeln für den Zugang zu Mobilitäts- und Ticketdaten unterstützt der DRV grundsätzlich. Bei den geplanten Vorgaben zur Standardsortierung von Suchergebnissen sieht der Verband hingegen noch Anpassungsbedarf. Statt detaillierter Vorgaben für Rankingmechanismen sollten aus seiner Sicht transparente Kriterien und eine klare Kennzeichnung gesponserter Inhalte ausreichen.

Bei den geplanten Single Tickets fordert der DRV zudem eine klare Zuordnung von Verantwortung und Haftung. Reiseveranstalter und Ticketverkäufer seien bei solchen Angeboten auf Fahrplan-, Anschluss- und Umsteigedaten der Verkehrsunternehmen angewiesen. Eine Haftung sollte daher aus Sicht des Verbands voraussetzen, dass diese Informationen vollständig, korrekt und aktuell bereitgestellt werden. (red)


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Autor/in:

Redakteurin

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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