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ÖAMTC warnt vor Roaming-Kostenfallen im Urlaub
Die EU-Roaming-Regelung schützt Reisende nicht in allen Ländern und Netzen vor Zusatzkosten. Besonders in Grenzregionen sowie auf Schiffen und im Flugzeug kann die Smartphone-Nutzung teuer werden.
Das Smartphone ist für die meisten längst nicht nur im Alltag, sondern auch auf Reisen unverzichtbar. Wer im Ausland telefonieren, Nachrichten verschicken oder mobile Daten nutzen will, sollte sich jedoch vorab über die geltenden Roaming-Bedingungen informieren. Denn außerhalb der EU, in Grenzregionen sowie auf Schiffen und im Flugzeug können unerwartete Kosten entstehen.
„Viele Reisende gehen davon aus, dass Roaming im Ausland grundsätzlich kostenlos ist. Das stimmt jedoch nur eingeschränkt“, erklärt ÖAMTC-Reiseexpertin Yvette Polasek. Seit 2017 können Mobilfunkkund:innen ihren vereinbarten Tarif innerhalb der EU sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen grundsätzlich ohne zusätzliche Roaming-Gebühren nutzen. Nicht automatisch von der Regelung umfasst sind unter anderem die Schweiz, die Türkei und zahlreiche Balkanstaaten sowie Andorra, Monaco, San Marino, Gibraltar, die Vatikanstadt und der türkische Teil Zyperns. Auch für Großbritannien besteht seit dem Brexit kein Anspruch mehr auf die EU-Roaming-Verordnung. Je nach Anbieter und Tarif können einzelne dieser Länder dennoch inkludiert sein. Der ÖAMTC empfiehlt daher, vor Reiseantritt den genauen Leistungsumfang des eigenen Tarifs zu prüfen.
Grenzregionen, Schiffe und Flugzeuge
In Grenzregionen zu Nicht-EU-Staaten kann sich das Smartphone automatisch mit einem ausländischen Mobilfunknetz verbinden. „Wer sich in Grenznähe aufhält, sollte die automatische Netzauswahl deaktivieren und das gewünschte Mobilfunknetz manuell auswählen“, rät Polasek. Besondere Vorsicht gilt auch auf Kreuzfahrtschiffen, Fähren und im Flugzeug. Dort können Satellitennetze zum Einsatz kommen, für die weder die EU-Roaming-Regelung noch gesetzliche Preisobergrenzen gelten. Der ÖAMTC empfiehlt, während der Reise den Flugmodus zu aktivieren und – sofern verfügbar – WLAN zu nutzen. Bei öffentlichen WLAN-Netzen ist allerdings ebenfalls Vorsicht geboten, da diese unter anderem für Phishing oder den Diebstahl von Zugangsdaten missbraucht werden können.
Mobilbox und eSIM
Auch die Mobilbox kann im Ausland Kosten verursachen und sollte gegebenenfalls vor Reiseantritt deaktiviert werden. Telefonate von Österreich ins Ausland fallen außerdem nicht unter die EU-Roaming-Regelung und werden nach dem jeweiligen Auslandstarif verrechnet. Für Reisen außerhalb Europas empfiehlt der ÖAMTC, Roaming und mobile Daten bereits vor dem Abflug zu deaktivieren. Alternativ können Reisepakete der Mobilfunkanbieter oder digitale SIM-Karten (eSIM) mit lokalen Datentarifen genutzt werden. ÖAMTC-Mitglieder erhalten beim Vorteilspartner Airalo bis zu 16% Rabatt auf eSIMs. „Wer sich vor Reisebeginn über die geltenden Roaming-Bedingungen informiert und einige einfache Einstellungen am Smartphone vornimmt, kann unnötige Kosten vermeiden“, so Polasek. (red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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