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Royal Jordanian setzt auf Tourismus
Mit 24. Juni hat Royal Jordanian nach pandemiebedingter, längerer Unterbrechung die Strecke Amman - Wien wieder in ihren Flugplan aufgenommen.
Die Verbindung zwischen der österreichischen und jordanischen Hauptstadt ist eng und lang. Schon 1976 hat Royal Jordanian die Strecke Amman – Wien erstmals bedient. Während des zweiten Golfkriegs war die Flotte der RJ in Wien geparkt. 2019 wurden die Flüge gestrichen. Jetzt, 50 Jahre nach dem Erstflug, bedient die staatliche Airline des Haschemitischen Königreichs Wien wieder. Vorerst viermal pro Woche, ab Oktober sechsmal. Zum Einsatz kommt ein Airbus A320neo. „Die neue Direktverbindung stärkt die internationale Anbindung unseres Flughafens und schafft zusätzliche Reisemöglichkeiten für Wirtschaftstreibende, Touristen sowie Menschen, die Familie und Freunde in der Region besuchen. Gleichzeitig eröffnet sie attraktive Anschlussverbindungen und Weiterflüge über das Drehkreuz Amman“, erklärt Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.
Turnaround geschafft
Ein Strategiewechsel vor vier Jahren zeigt inzwischen erste Erfolge. Als „Sandwich-Airline“, wie CCO Karim Makhlouf Royal Jordanian bezeichnet, nimmt das Unternehmen eine Stellung zwischen den Traditions-Airlines und den Low Cost Carriern ein. „Wir sind eine Boutique-Airline für eine Boutique-Destination“, führt der gebürtige Deutsche, der vor Jahren u.a. für Sky Europe in Wien tätig war, aus. Für das angestrebte Wachstum liegt der Fokus auf der Förderung des Tourismus nach Jordanien sowie auf der Etablierung als regionale Airline der gesamten Region mit einem Einzugsgebiet von rd. 120 Mio. Einwohnern. Die Basis ist gelegt. Im Jahr 2025 hat das Unternehmen den Turnaround geschafft: Der Netto-Gewinn betrug 30,5 Mio. USD. Der Ladfaktor wurde auf 81,5% gesteigert, Die Zahl der Passagiere kletterte um 20% auf 4,5 Mio., die Einnahmen auf ca. 1 Mrd. EUR. Karim Makhlouf sieht Royal Jordanian sowohl als „Hub & Spike-Airline“ als auch als touristische Airline. Wenn die Entwicklung nach Plan verläuft, sollen in ca. zwei Jahren auch zwei wöchentliche Verbindungen zwischen Amman und Salzburg aufgenommen werden. In Österreich vertritt Aviareps Royal Jordanian als GSA.
Ehrgeizige Pläne
Bis zum Jahr 2028 soll sich die Zahl der Passagiere von aktuell 4 Mio. auf 7 Mio. steigern, die Größe der Flotte auf 42 Flugzeuge verdoppelt werden. Bis 2032 soll die Flotte 52 Flugzeuge umfassen, das Durchschnittsalter der Maschinen von 12 auf drei Jahre sinken. Zudem werden 2 Mio. nicht-arabische Touristen und mehr als 3,5 Mio. Umsteigepassagiere angepeilt. In den nächsten fünf Jahren soll die Zahl der touristischen Besucher verdreifacht werden.
ExploRJordan
Um die laut Makhlouf wichtigste Zielgruppe, die touristischen Reisenden, umfassend mit einem Produkt versorgen zu können, wurde die Plattform „ExploRJordan“ ins Leben gerufen, die in rund acht Wochen freigeschaltet werden soll. Ziel ist es, Jordanien nicht nur für Studien- und Religionsreisen zu etablieren, sondern einen umfassenden Überblick über das vielfältige Angebot zu präsentieren. Dazu zählen eine Neudefinition von Petra, Sonne - Strand und Meer, Kulinarik, Kunst und Lifestyle, Wellness und Relax, Abenteuer und Adrenalin, Ecotourismus und religiös motivierte Reisen. (red.)
Royal Jordanian, Amman, Wien, Jordanien, Flughafen Wien, ExplorJordan
Autor/in:
Elo Resch-Pilcik
Herausgeberin / Chefredakteurin
Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach mehr als 30 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.
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