Schüler:innen diskutieren über Tourismus mit Verantwortung


Schüler:innen der Berufsschule für Handel und Reisen diskutierten im Rahmen der Travel Action Days nachhaltige Strategien
Wie viel Tourismus verträgt eine Destination – und wie kann Reisen künftig verantwortungsvoller gestaltet werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schüler:innen der Berufsschule für Handel und Reisen im Rahmen der diesjährigen Travel Action Days. Unter dem Motto „(verantwortungs-)BEWUSST REISEN“ rückte dabei vor allem die Perspektive der Bevölkerung in Tourismusregionen in den Mittelpunkt.

Die Travel Action Days 2026 sollen die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass Destinationen in erster Linie Lebensräume sind und Tourismus nur auf Basis von Partizipation und gesellschaftlicher Akzeptanz gut funktionieren kann. Daher gilt es, touristische Angebote so (weiter) zu entwickeln, dass sie mit den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung im Einklang stehen und einen Nutzen für Gäste und Gastgeber:innen schaffen.

Die Mehrheit sieht den Tourismus positiv

Im Zentrum stand eine eigens entwickelte Umfrage, die sowohl in Österreich als auch in mehreren Destinationen des Globalen Südens durchgeführt wurde. Befragt wurde unter anderem an Wiener Bahnhöfen, auf der Mariahilfer Straße, in Schloss Schönbrunn, in der Wiener Innenstadt sowie in Tourismusregionen wie Hallstatt, Gambia, Antalya und den Philippinen. Die Ergebnisse zeigen ein durchaus ambivalentes Bild: Die Mehrheit der Teilnehmenden sieht im Tourismus wirtschaftliche Vorteile, etwa für Gastronomie, Arbeitsplätze oder den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel. Gleichzeitig wurden aber auch Probleme wie überfüllte Infrastruktur, steigende Mieten, Umweltbelastungen und respektloses Verhalten von Gästen angesprochen. Besonders kritisch bewertet wurden Müll, Lärm sowie das Missachten lokaler Regeln und kultureller Gepflogenheiten.

Die Diskussion der Ergebnisse erfolgte im Rahmen eines sogenannten „machBARCAMPS“ gemeinsam mit Vertreter:innen der Reisebranche. Dabei zeigte sich laut Veranstaltern vor allem eines: Die Mehrheit der Befragten spricht sich nicht gegen Tourismus aus, sondern fordert vielmehr einen nachhaltigeren und stärker gemeinwohlorientierten Ansatz. Je nach Destination bewerteten zwischen 50 und 95% den Tourismus grundsätzlich positiv, gleichzeitig äußerten mehr als 80% den Wunsch nach mehr Verantwortung, Rücksichtnahme und aktiver Einbindung der lokalen Bevölkerung.

Signal an die Branche

Die Travel Action Days 2026 sollen damit auch ein Signal an die Branche senden: Nachhaltigkeit im Tourismus beschränkt sich längst nicht mehr auf ökologische Fragen allein, sondern umfasst zunehmend soziale Verträglichkeit und Akzeptanz vor Ort. Gerade junge Menschen wollen dabei stärker mitreden – und offenbar auch mitgestalten. (red)


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Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





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