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Schlichtungsstelle: Flugprobleme in der Mehrheit
Die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf) hat im Jahr 2025 insgesamt 6.663 Schlichtungsanträge verzeichnet. Der Großteil entfiel weiterhin auf den Flugverkehr mit 5.273 Fällen, gefolgt von der Bahn.
Insgesamt konnten 5.130 Verfahren abgeschlossen werden, lediglich in 6% der Fälle kam es zu keiner Einigung, sagte Leiterin Maria-Theresia Röhsler am Montag der APA. Die apf erreichte für Reisende 2025 Entschädigungen, Erstattungen und Strafnachlässe in Höhe von rund 1,99 Mio. EUR. Davon entfielen etwa 1,91 Mio. EUR auf den Flugbereich, rund 80.772 EUR auf die Bahn. Im Schnitt erhielten Betroffene etwa 471 EUR, im Bahnsektor rund 136 EUR.
Flug: Verspätungen und Annulierungen
Im Flugbereich wurden 4.032 Verfahren abgeschlossen. Hauptursachen waren Verspätungen (46%) und Annullierungen (36%), gefolgt von Gepäckproblemen (7%). Austrian Airlines war mit 33% der Verfahren naheliegend die häufigste Gegenpartei, vor Ryanair (18%) und Wizz Air (13%). Da Wizz Air den Flughafen Schwechat nicht mehr anfliegt, rechnete Röhsler für 2026 mit einem entsprechenden Rückgang.
Über 1000 Verfahren im Bahnbereich
Im Bahnsektor brachte die apf 2025 insgesamt 1.009 Verfahren zum Abschluss. Rund 79% der Fälle betrafen den Personenverkehr der ÖBB, gefolgt von innerstädtischen Verkehrsbetrieben mit 9% sowie weiteren Anbietern wie One Mobility (Klimaticket) und Westbahn. Inhaltlich standen im Bahnverkehr vor allem Erstattungen bei Online-Tickets, Strafzahlungen im Nah- und Regionalverkehr, Leistungseinschränkungen sowie Fristverletzungen bei der Beschwerdebearbeitung im Fokus.In 7% der Fälle konnte keine Einigung erzielt werden.
Im Busbereich ist der starke Anstieg der Verfahren von 67 im Jahr 2024 auf 131 (2025) vor allem auf die erweiterte Zuständigkeit der apf im innerstädtischen Verkehr zurückzuführen. 2025 wurden 87 Verfahren abgeschlossen.
Rekordjahr erwartet
Für 2026 rechnet die apf mit einem Rekordjahr, eine Prognose für den Sommer wollte Röhsler aber nicht abgeben. Durch die Weltlage bedingte Extrem-Situationen, wie etwa fehlendes Kerosin, um einen Flug durchzuführen, „gab es noch nie", sagte die Geschäftsführerin.
Die apf ist als zentrale Servicestelle für Fahr- und Fluggastrechte in Österreich bei der Schienen-Control angesiedelt und unterstützt Reisende kostenlos bei der außergerichtlichen Durchsetzung ihrer Ansprüche. Dazu zählen Ausgleichszahlungen bei Verspätungen und Annullierungen ebenso wie Rückerstattungen, Kosten für alternative Beförderung, Verpflegung oder notwendige Hotelübernachtungen. Schlichtungsanträge können online unter www.passagier.at eingebracht werden. (APA/red)
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Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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