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Mehr Fluggäste von Flugstörungen betroffen
Weltweit waren allein im ersten Halbjahr 2026 534,1 Mio. Fluggäste von Ausfällen und Verspätungen betroffen – im Vorjahreszeitraum waren es noch 473,5 Mio. Passagiere.
Obwohl drei europäische Länder das globale Ranking mit den höchsten Verspätungs- und Ausfallquoten anführen, sind die absoluten Zahlen in der EU im Vergleich zu 2025 leicht zurückgegangen: Während in diesem Jahr 81,4 Mio. Menschen von Störungen betroffen waren, so waren es 2025 im ersten Halbjahr 83,1 Mio. Das hat das Travel-Tech-Unternehmen AirHelp in einer aktuellen Untersuchung ermittelt.
Griechenland mit den meisten Störingen
In den USA mussten weltweit die meisten Passagiere auf ihren Abflug warten: 122,2 Mio. Fluggäste sind nicht wie geplant gestartet. Betrachtet man aber die Verspätungs- und Ausfallquote – also den Anteil an verspäteten und ausgefallenen Flügen – ergibt sich ein anderes Bild. Hier schneiden insbesondere die europäischen Länder schlecht ab. Die höchste Quote verzeichnet Griechenland mit 26,6%. Das entspricht rund 3,9 Mio. Menschen.
Auf Platz zwei des Negativ-Rankings liegt Portugal mit 25,6%. Hier waren rund 4,1 Mio. Menschen betroffen. Auf dem dritten Platz landet Zypern mit 24,9% und rund 990.000 Passagieren, die mit Flugproblemen konfrontiert waren. Auf Platz vier liegt mit Macau das erste nicht europäische Land mit einer Quote von 24,4%. Die Schweiz komplettiert die Top 5 mit 24,3%. Deutschland teilt sich mit einer Quote von 21% mit Malta und der Dominikanischen Republik den 18. Platz der Länder mit den meisten Verspätungen und Ausfällen.
Sieben der zehn pünktlichsten Länder auf der Welt liegen in Süd- und Mittelamerika. Weltweit sind anteilig die meisten Passagiere in Panama pünktlich gestartet: Mit einer Verspätungs- und Ausfallquote von 8,9% landet das Urlaubsland in Mittelamerika auf dem ersten Platz dieses Rankings. Auf Platz zwei und drei folgen El Salvador mit 9,8 und Guatemala mit 10,7%. Ebenfalls vergleichsweise wenige Verspätungen und Flugausfälle verzeichneten Peru, Chile und Ecuador mit 11,1, 11,3 und 12,4%.
Europa: Jeder fünfte Flug betroffen
Europaweit war rund ein Fünftel aller Fluggäste (21%) von Verspätungen oder Flugausfällen betroffen. Neben Griechenland, Portugal, Zypern und der Schweiz kam es auch in den Niederlanden zu vergleichsweise vielen Flugstörungen: Dort lag die Quote im ersten Halbjahr bei 24,1%, was 4,2 Mio. Menschen entspricht. Dicht dahinter folgen Tschechien, Frankreich und Finnland mit 22,6, 22,5 und 22,3%. Im Europa-Vergleich landet Deutschland auf dem elften Platz – hinter den 21% verbergen sich rund 10,8 Mio. Menschen.
In der Slowakei sind nur rund 14% aller Fluggäste von Verspätungen und Ausfällen betroffen gewesen – Platz eins der pünktlichsten Länder in Europa. Den zweiten Platz sichert sich Norwegen mit 14,4%, dicht gefolgt von Litauen mit 15,6%. Auf Platz vier und fünf folgen Schweden und Österreich mit 15,7 und 17%.
„Die Zahlen zeigen, dass Flugprobleme Reisende weiterhin stark belasten. Im ersten Halbjahr waren allein in der EU mehr als 4,6 Mio. Passagiere entschädigungsberechtigt. Umso wichtiger ist es, dass Reisende ihre Rechte kennen und wissen, wann ihnen eine Entschädigung zusteht. Gleichzeitig sollten sie beachten, dass sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für Entschädigung 2027 ändern: In der EU gelten dann neue Regelungen, nach denen Ansprüche künftig nur noch innerhalb von neun Monaten ab dem Abflugdatum geltend gemacht werden können“, kommentiert Nina Staub, Fluggastrechtsexpertin bei AirHelp, die Untersuchung.
Über die Untersuchung
Die Studie basiere auf den Flugdaten des ersten Halbjahres 2026 (01.01.2026 - 30.06.2026). Es sei untersucht worden, wie viele Passagiere innerhalb dieses Zeitraums von Verspätungen und Flugausfällen in Europa und weltweit betroffen waren. Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Israel, der Libanon, Katar, Saudi-Arabien und Oman seien im Gesamtvergleich nicht berücksichtigt worden. Für präzise sowie aussagekräftige Daten nutze AirHelp eine Vielzahl von Quellen und kombiniere sie in einer globalen Flugdatenbank, um u. a. Deckungslücken in den Daten einiger Anbieter zu beseitigen. Die Anbieter würden nach der Qualität ihrer Daten priorisiert. Bei Datenkonflikten (z. B. unterschiedliche Ankunfts- oder Abflugzeiten) werde statt eines Durchschnitts die Quelle mit der höchsten Autorität verwendet. Berücksichtigt seien Länder mit mindestens 1.000.000 Fluggästen im Untersuchungszeitraum worden, so AirHelp.
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Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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