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SITA: Weniger fehlgeleitetes Gepäck trotz Rekordaufkommen
Während der weltweite Luftverkehr im Jahr 2024 ein historisches Hoch erreichte, konnte Europa seine Fehlleitungsrate beim Gepäck deutlich senken - das belegt der neue SITA-Bericht.
Wie SITA heute in einer Aussendung mitteilte, sank die weltweite Fehlleitungsrate 2024 auf 6,3 Gepäckstücke pro 1.000 Reisende - und das trotz eines globalen Passagierzuwachses von 8,2%. Besonders in Europa zeige sich laut SITA der Erfolg gezielter Investitionen: Hier wurde die Rate seit 2007 um 26% reduziert – auf 12,3 Fehlleitungen pro 1.000 Passagiere - deutliche Fortschritte, auch im Vergleich zum Wert von 15,7 im Jahr 2022.
Die SITA-Studie „Baggage IT Insights 2025“ führt diese Entwicklung vor allem auf technologische Reife zurück: Echtzeit-Tracking, KI-gestützte Systeme und automatisierte Bag-Drop-Lösungen gehören mittlerweile zur Standardausstattung vieler Airlines und Flughäfen. 42% der Passagiere erhielten 2024 Echtzeit-Updates zu ihrem Gepäck, ein Anstieg gegenüber 38% im Vorjahr. Auch digitale Gepäckanhänger und mobile Tracking-Optionen steigern das Vertrauen der Reisenden.
Schneller Rücklauf, neue Technologien
Weiters teilte SITA mit, dass von weltweit 36,2 Mio. fehlgeleiteten Gepäckstücken über 61% innerhalb von 48 Stunden durch das System WorldTracer zugeordnet werden. 16% wurden so sogar bereits innerhalb von 12 Stunden bearbeitet – ein Zeichen für die zunehmende Effizienz der Prozesse. Darüber hinaus hebt SITA die Integration der Apple-Funktion „Share Item Location“ mit SITA WorldTracer, besonders hervor. Diese ermöglicht es Passagieren, AirTag-Informationen mit der Airline zu teilen. In Kombination mit der automatisierten WorldTracer Auto Reflight-Funktion können so Fehlleitungen schneller erkannt und Gepäckstücke automatisch umgebucht werden – ganz ohne manuelles Eingreifen.
Umladungsfehler bleiben laut SITA mit 41% die häufigste Ursache für Fehlleitungen, diese seien aber rückläufig. Ein neuer Standard namens Modern Baggage Messaging (MBM Version 2) soll diese Rate künftig - durch verbesserte Datenqualität und präzisere Kommunikation - um weitere 5% senken.
Gepäckhandling im digitalen Wandel
„Im Luftverkehr ist Wandel kein Abschnitt, sondern der Normalzustand“, so David Lavorel, CEO von SITA. „Passagiere erwarten heute volle Transparenz – ähnlich wie bei Lieferdiensten oder Ride-Sharing-Apps.“ Neue Technologien wie Computer Vision und biometrische Bag-Drop-Systeme tragen dazu bei, das Gepäckhandling vom Problem zum Service zu entwickeln.
Die Flugbranche reagiert: Zwei Drittel aller Airlines bieten heute automatisierte Bag-Drop-Systeme an, weitere 16% planen die Einführung bis 2027. Auf Flughafenseite setzen bereits große Hubs auf Self-Service- und Tracking-Lösungen, darunter auch der Red Sea International Airport in Saudi-Arabien. (red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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