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Ryanair: Gespräche mit FH Graz & weitere Wachstumsziele


Ryanair-Flotte
Um das Wachstum in Österreich voranzutreiben befinde sich die Billigfluggesellschaft derzeit unter anderem in Gesprächen mit dem Grazer Flughafen. Auch sonst verfolge die Airline einige ambitionierte Wachstumspläne.

Wie der Ryanair CEO Michael O ́Leary gestern bei einer Pressekonferenz in Wien bestätigte, sei der Grazer Flughafen einer jener neuen Flughäfen, mit denen die Billigfluggesellschaft aktuelle 'Gespräche' führe. Die Initiative sei dabei vom steirischen Flughafen ausgegangen. Der Österreich-Chef von Ryanair, Andreas Gruber, bestätigte im gemeinsamen Pressegespräch, dass man "in Kontakt" mit dem Airport Graz sei. Insgesamt kündigte Ryanair weiteres Wachstum, auch in Österreich, an.

Ambitionierte Wachstumsziele 

Für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet O ́Leary 6 Mio. Passagiere am Wiener Flughafen. In den nächsten zwei bis vier Jahren sollen es bis zu 10 Mio. pro Jahr werden, je nachdem "wie schnell Wien wachsen will", so O ́Leary. Was genau er vom Flughafen fordert, lässt der Ryanair-Chef offen. Es brauche aber ein neues "Wachstumspaket" ähnlich den "sehr erfolgreichen" Bedingungen, mit denen der Flughafen in den vergangenen vier Jahren Billigflieger angelockt habe. Dieses ende aber in etwa zwölf Monaten. Damals habe es für Wachstum 40% Rabatte auf Gebühren gegeben.

Mit dem aktuellen zweiten Platz in der österreichischen Flugbranche gibt sich der Firmenchef nicht zufrieden - in den nächsten drei Jahren möchte er die Austrian Airlines überholen und die größte Airline in Österreich werden "Es fehlt uns nicht an Ambition", so O'Leary.
Im ersten Schritt wurde daher, wie tip-online.at gestern berichtete, der Winterflugplan für Wien mit Kopenhagen, Helsinki und Tuzla (Bosnien und Herzegowina) um drei Destinationen erweitert.

Mit den vier Verbindungen von Klagenfurt sei Ryanair sehr zufrieden, sagte Gruber. Die Buchungen "gehen in die richtige Richtung" sowohl bei Abflügen als auch bei Ankünften.

Steigende Ölpreise - steigende Ticketpreise

Zu den gestiegenen Ölpreisen erwähnte O ́Leary erneut, dass Ryanair 80% seines Treibstoffbedarfs bis März 2023 zu einem Preis von rund 70 USD (69,71 EUR) pro Barrel abgesichert hat. Verglichen mit dem aktuellen Ölpreis von rund 120 USD pro Barrel habe Ryanair dadurch rund 1,5 Mrd. USD eingespart.
Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres prognostiziert der Vorstandsvorsitzende dennoch steigende Ticketpreise "im hohen einstelligen Prozentbereich" bei Ryanair. Die Ticketpreise im Winter seien stark von der weiteren Entwicklung des Ölpreises abhängig. Bei einem ähnlich hohen Ölpreis wie momentan würden die Preise steigen, bei einer Beruhigung der Situation gleichbleiben oder leicht sinken, meint O ́Leary.

Verlängerung der die Lauda-Verträge 

Gute Nachrichten gebe es für die Lauda-Mannschaften. Denn Ryanair will die Leasing-Verträge für die Airbus-Maschinen der Lauda Europe um vier Jahre - bis 2027 - verlängern. Man stehe knapp vor einem Abschluss des Deals, sagte O'Leary. Es habe dafür ein sehr günstiges Angebot gegeben. O'Leary bezeichnete es nun als Vorteil, im Konzern neben Boeing auch Airbus-Maschinen zu haben, damit könne man die beiden Konzerne gegeneinander ausspielen. Damit seien auch die Jobs in Österreich gesichert. (APA / red) 


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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