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Deutsche Reisebranche befürchtet Pleitewelle

Wegen drohender Gewerbesteuer-Nachzahlungen befürchtet die deutsche Reisebranche eine Pleite- und Entlassungswelle.


Der Deutsche Reise Verband (DRV) schätzt die rückwirkend ab 2008 erhobenen Steuern auf bundesweit 1,4 Mrd. EUR. Damit stünde die Existenz mittelständischer Reiseveranstalter und so Zehntausender Arbeitsplätze auf dem Spiel.

TUI-Chef, Friedrich Joussen, hatte die Ministerpräsidenten der Länder bereits auf das Problem aufmerksam gemacht. Ziel sei es, gemeinsam mit Bund und Ländern eine Einigung über die Auslegung der Gewerbesteuer-Hinzurechnung zu erzielen, so eine TUI-Sprecherin.

Die höheren Belastungen für die Reiseanbieter begründen die Finanzämter laut Bericht mit der Reform des Gewerbesteuergesetzes vor fünf Jahren. Demnach wird bei der Berechnung der Gewerbesteuer auch die Hälfte aller Pacht- und Mietzahlungen sowie Leasinggebühren für „unbewegliche Anlagegüter“ berücksichtigt. Betriebsprüfer in Nordrhein-Westfalen hätten diese Verfahren nun auch für den Einkauf von Hotelkontingenten durch Reiseveranstalter übernommen, die Finanzämter der anderen Bundesländer hätten sich dieser Argumentation angeschlossen.

Die TUI hat nach dem Bericht der "WirtschaftsWoche" bereits angedroht, den Hoteleinkauf für Pauschalreisen ins Ausland zu verlagern, sollte die Regelung nicht zurückgenommen werden. Dazu sagte die TUI-Sprecherin: „Die Branche droht nicht, sondern will im Dialog eine faire Lösung für die Betriebe und ihre Mitarbeiter erreichen.“ (red)


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Dieter Putz

Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit knapp 20 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlags-Teams. Fast jedes geschriebene Wort das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





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