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EU fordert weltweite "Schwarze Liste"
Nach dem Absturz eines jemenitischen Airbus mit 153 Menschen an Bord fordert EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani eine weltweite "Schwarze Liste" für bedenkliche Airlines.
"Wir können nicht kontrollieren, was außerhalb der EU passiert", sagte EU-Kommissar Antonio Tajani gestern, Dienstag, in Brüssel. Tajani will seinen Vorschlag bei einem Treffen mit Vertretern der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) vorlegen. Wenn man die Sicherheit erhöhen wolle, brauche man eine globale Liste, sagte der Kommissar. Der 19 Jahre alte Airbus der jemenitischen Fluggesellschaft Yemenia war am Dienstagmorgen beim Landanflug auf die Komoren abgestürzt.
Aus Kommissionskreisen hieß es, dass die Fluglinie bereits seit Juli 2007 wegen "lückenhafter Berichterstattung" auf einer "watchlist", einer Art Risikodatei, stand. Innerhalb der letzten drei Jahre wurden den Angaben zufolge 24 Untersuchungen gemacht. Das verunglückte Flugzeug sei nicht in Europa geflogen, betonte Tajani. "Vielleicht hatte das Flugzeug, das abgestürzt ist, Probleme. Das müssen wir nun untersuchen."
Die Maschine kam aus der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Ein Teil der Passagiere war aus Paris über Marseille nach Sanaa geflogen und dort in den Airbus umgestiegen. Die Maschine, die in Europa flog, war ein "gutes Flugzeug", stellte der Kommissar klar. Die EU führt bereits eine "Schwarze Liste" mit Unternehmen, die wegen Sicherheitsbedenken ein ein Flugverbot in der Europäischen Union haben. Dabei sind besonders Airlines aus Afrika und Asien vom betroffen. (red/ag)
Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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