Kerosinpreise: Wizz Air kürzt Flugplan


Wizz Air, Airbus A321neo
Die wegen des Iran-Kriegs explodierenden Spritpreise zwingen den Billigflieger Wizz Air, auf die Bremse zu treten. Die ungarische Fluglinie kündigte am Donnerstag an, die geplante Kapazität für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres um 5% zu kürzen.

Anleger zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt, da das Unternehmen gleichzeitig seine kurzfristige Ertragsprognose nach einem starken Sommer anhob: Die Aktie legte um mehr als 3% zu. Wizz Air erwartet nun im Zeitraum Juli bis September einen Umsatz auf Vorjahresniveau statt eines Rückgangs im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Iran-Krieg mit großen Auswirkungen auf die Luftfahrt

Die lettische Fluggesellschaft airBaltic beantragte deswegen als erste europäische Airline in dieser Woche Gläubigerschutz unter US-Recht. Auch große US-Fluggesellschaften haben ihre Flugpläne bereits reduziert, um die Erträge zu sichern. Wizz Air versucht unterdessen, mit neuen Langfristzielen die Investoren von seinem Ultra-Low-Cost-Geschäftsmodell zu überzeugen. Bis zum Geschäftsjahr 2030 will die Fluglinie einen Umsatz von 10 Mrd. EUR und eine operative Marge von 10% erreichen, wie die Gesellschaft mitteilte. Die Flotte solle auf 335 Flugzeuge wachsen und die Passagierzahl auf 127 Mio. steigen. Aktuell umfasst die Flotte 269 Flugzeuge, und im vergangenen Geschäftsjahr wurden 69,7 Mio. Passagiere transportiert. (APA/red)


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