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ÖAMTC: Kreuzfahrten beliebt bei Österreicher:innen
Kreuzfahrten zählen weiterhin zu den beliebten Urlaubsformen der Österreicher:innen. Die Kombination aus Rundreise, Erholung und Städteerlebnis macht Urlaub auf dem Wasser für viele Reisende attraktiv.
„Besonders geschätzt wird die Möglichkeit, mehrere Destinationen zu entdecken, ohne ständig das Hotel wechseln oder die gesamte Reise selbst organisieren zu müssen“, erklärt Thomas Oppenheim, Leiter der ÖAMTC Reisebüros. „Vor allem Familien, Paare und Reisegruppen profitieren vom breiten Angebot an Bord und der unkomplizierten Reiseplanung.“
Der Trend zeigt sich auch in den Buchungszahlen der ÖAMTC-Reisebüros. Besonders gefragt sind Kreuzfahrten im Mittelmeer, nach Nordeuropa und zu den norwegischen Fjorden sowie Reisen in die Karibik. Gleichzeitig führen einige beliebte Destinationen zusätzliche Abgaben für Kreuzfahrtgäste ein. Wer eine Kreuzfahrt plant, sollte daher neben dem Reisepreis auch mögliche Gebühren entlang der Route berücksichtigen.
Leistungsumfang vor der Buchung vergleichen
„Viele Kreuzfahrten bieten bereits ein umfangreiches Gesamtpaket. Je nach Reederei und Tarif können allerdings bestimmte Leistungen zusätzlich verrechnet werden“, erklärt ÖAMTC-Reiseexpertin Yvette Polasek. Dazu zählen beispielsweise Getränkepakete, Spezialitätenrestaurants, Wellnessangebote oder organisierte Landausflüge.
Hinzu kommen in manchen Destinationen spezielle Hafen-, Tourismus- oder Kreuzfahrtabgaben. Hintergrund sind unter anderem Investitionen in die touristische Infrastruktur sowie Maßnahmen zur Lenkung von Besucher:innenströmen. So hebt Island seit Anfang 2025 eine Infrastrukturabgabe für internationale Kreuzfahrtpassagier:innen von 2.500 Isländischen Kronen (derzeit etwa 18 EUR) ein. Die Gebühr fällt grundsätzlich für alle Personen an Bord an, unabhängig davon, ob sie das Schiff verlassen oder nicht.
Griechenland verrechnet seit 2025 eine Abgabe für Kreuzfahrtgäste, die in einem Hafen an Land gehen. Die Höhe variiert je nach Destination und Saison, wobei auf besonders beliebten Inseln wie Santorini oder Mykonos höhere Gebühren anfallen können. Auch Mexiko hat die Tourismusabgabe für Kreuzfahrtgäste seit August 2026 von 5 auf 10 USD (rund 9 EUR) pro Person angehoben. Japan verrechnet seit Juli 2026 eine nationale Ausreisesteuer von 3.000 Yen pro Person pro Ausreise per Schiff oder Flugzeug, was derzeit etwa 17 EUR entspricht.
„Solche Gebühren sollten bei der Reiseplanung berücksichtigt werden. Für eine vierköpfige Familie können sich solche Zusatzkosten schnell summieren und sollten unbedingt im Reisebudget berücksichtigt werden“, so Polasek.
Reisedokumente & Co: Das sollten Urlauber:innen wissen
Auch bei einer Kreuzfahrt gilt: Das wichtigste Reisedokument ist der Reisepass. „Die meisten Reedereien verlangen einen Pass mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit – selbst dann, wenn die Route ausschließlich innerhalb der EU verläuft“, betont Polasek. Ersatzdokumente können auf See nicht ausgestellt werden, daher sei ein gültiger Reisepass unerlässlich, so die Expertin.
Auch die Anreise zum Hafen sollte großzügig geplant werden. Ein ausreichender Zeitpuffer vor der zugeteilten Einschiffungszeit hilft, Stress vor Reisebeginn zu vermeiden und reduziert das Risiko, das Schiff aufgrund von Verspätungen zu verpassen.
„Wer kein Digital Detox machen und auch an Bord das Mobiltelefon nutzen möchte, sollte vorsichtig sein. Auf hoher See greifen nämlich häufig spezielle Satellitentarife, die deutlich teurer sein können als die gewohnten Mobilfunktarife“, erklärt Polasek. Am günstigsten bleibt man während der Hafenaufenthalte – insbesondere innerhalb der EU – online. Alternativ bieten viele Reedereien kostenpflichtige WLAN-Pakete an. (red)
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Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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