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Krisenhinweise - powered by A3M für die Woche 43/44
Krisenfrühwarn-Experte A3M stellt für uns wieder die wichtigsten Geschehnisse der nächsten Woche zusammen.
Sieben Kontinente, 195 Länder, acht Milliarden Menschen: Unsere Welt steht niemals still. Tagtäglich bewegen unzählige Ereignisse die Bevölkerung in den unterschiedlichsten Teilen des Planeten - Wahlen werden abgehalten, Proteste organisiert und neue Krisenherde tun sich auf. Viele der Geschehnisse gehen in der allgemeinen Informationsflut des digitalen Zeitalters oftmals unter, einige andere sind auch schlichtweg zu weit weg. Um den Überblick zu behalten, stellt Krisenfrühwarn-Experte A3M für uns wöchentlich eine Auswahl der wichtigsten Ereignisse zusammen.
Lage in Frankreich nach wie vor angespannt:
Nach den teils gewaltsamen Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende bleibt die Lage in Frankreich angespannt. Für morgen sind erneut landesweite Proteste angekündigt. Die Behörden haben allerdings in zahlreichen Städten, darunter Lyon, Marseille und Nizza, Demonstrationsverbote verhängt. In Paris dürfen genehmigte gewerkschaftliche Protestzüge stattfinden. Zudem wurden die Sicherheitsmaßnahmen erheblich verschärft. Auch in den kommenden Tagen sind weitere Protestaktionen und gewaltsame Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Reisende sollten größere Menschenansammlungen meiden und mit kurzfristigen Verkehrsbehinderungen rechnen.
Streik der Stadtbahnen in Busan:
Die Gewerkschaft Busan Transportation Corporation Union hat für heute einen Streik angekündigt, welcher das U- und Stadtbahn-Netzwerk, also die Busan-Gimhae Light Rail Transit (BGL), die Donghae-Linie und die Leichtbahnlinie 4, betreffen würde. Ebenso die Verbindung in die Nachbarstädte Gimhae und Yangsan wäre beeinträchtigt. Sollte der Streik wie geplant und mit hoher Beteiligung stattfinden, ist mit Einschränkungen im lokalen Nahverkehr zu rechnen.
Arbeitsniederlegung bei Bussen in Bari:
Beim italienischen Busunternehmen Ferrovie del Sud Est ist Medienberichten zufolge ein Streik geplant: Am heutigen Freitag wollen Fahrer, Wartungskräfte und Kontrolleure von 19:45 bis 23:45 Uhr die Arbeit niederlegen, weshalb es in diesem Zeitraum zu Fahrtausfällen und Verspätungen kommen kann. Sollte der Streik wie geplant und mit hoher Beteiligung stattfinden, ist mit Einschränkungen im lokalen Nahverkehr zu rechnen.
ÖPNV-Streik in Nizza:
Die Gewerkschaft CFTC hat zu einem Streik bei Lignes d’Azur im Großraum Nizza aufgerufen: Noch bis Sonntag wollen die Angestellten für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen streiken; bei Bussen, Straßenbahnen und dem Mobil’Azur-Fahrdienst kann es daher zu Einschränkungen kommen. Sollte der Streik wie geplant und mit hoher Beteiligung stattfinden, ist mit Einschränkungen im lokalen Nahverkehr zu rechnen.
Straßenbahnstreiks in Saragossa:
Bis zum 30.11. könnte es in Saragossa an insgesamt 19 Tagen zu kurzzeitigen Streiks bei der Straßenbahn kommen. Sie sollen jeweils zwischen 6:45 Uhr und 8:45 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr sowie 16:45 Uhr und 18:45 Uhr stattfinden. Die genauen Tage für die Streiks und an welchem Tag welcher Zeitslot bestreikt wird, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Zweite Runde der Präsidentschaftswahlen in Brasilien:
Am Sonntag, 25. Oktober 2026, wird in Brasilien die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen abgehalten. Im Vorfeld der Wahlen und nach der Verkündigung der Wahlergebnisse sind Demonstrationen möglich. Es ist mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen zu rechnen, vor allem am Wahltag und nach der Verkündigung der Wahlergebnisse. Reisende sollten Demonstrationen und Wahlkampfveranstaltungen grundsätzlich meiden sowie Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgen.
ÖPNV-Streik in Murcia:
Für Donnerstag, 29. Oktober 2026, haben mehrere Gewerkschaften einen vierundzwanzigstündigen Streik im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. In den Städten Murcia, Cartagena, Molina de Segura, Santomera, Beniel und Lorca wird der Busverkehr bestreikt während die Murcia Tram nur im Minimalbetrieb verkehrt. Zudem sind Demonstrationen geplant, die am Donnerstag vor der Stadtverwaltung im Murcia stattfinden sollen.
Bodenpersonal auf den Azoren legt immer wieder Arbeit nieder:
Die Beschäftigten von Sata Handling haben für den Zeitraum bis 30. November 2026 einen Streik angekündigt, der die Sata Air Açores und Azores Airlines treffen wird. Bis Dienstag zwischen 7:30 Uhr und 10:30 Uhr und vom 28.10. bis 3.11. zwischen 16 und 19 Uhr wird die Arbeit unterbrochen. Im Fall von Streikmaßnahmen ist mit größeren Einschränkungen im Flugverkehr zu rechnen. Verspätungen und Flugausfälle sind zu erwarten.
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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23 Oktober 2026
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