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A3M zieht Bilanz zum Extremsommer 2026
Hitzewellen und Waldbrände prägen die Reisesaison in Europa: Der Krisenfrühwarn-Experte A3M blickt auf einige der auffälligsten Entwicklungen der vergangenen Monate zurück.
Außergewöhnlich frühe und langanhaltende Hitzewellen sowie schwere Waldbrände haben den Sommer 2026 in weiten Teilen Europas geprägt. Besonders in West- und Südeuropa kam es wiederholt zu Einschränkungen und Evakuierungen in touristisch stark frequentierten Regionen. Der Krisenfrühwarn-Experte A3M fasst die auffälligsten Entwicklungen der vergangenen Monate zusammen.
Langanhaltende Hitze
Bereits in der zweiten Maihälfte setzte in Westeuropa eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle ein. Im Juni verschärfte sich die Lage, weitere Hitzeperioden folgten im Juli und August. Besonders auffällig war die Dauer: Frankreich, Spanien, Italien, die Benelux-Staaten sowie Teile Deutschlands waren über längere Zeit von außergewöhnlich hohen Temperaturen betroffen. „Der Sommer 2026 war vor allem durch die außergewöhnliche Dauer und räumliche Ausdehnung der Hitze bemerkenswert“, kommentiert Marcel Conrad, Chief Content Officer bei A3M. „Auffällig war, dass solche Wetterlagen über längere Zeiträume und gleichzeitig in mehreren wichtigen europäischen Urlaubsregionen auftraten.“
Waldbrände und Evakuierungen
Parallel dazu erhöhten Hitze, Trockenheit und teils starke Winde in mehreren Ferienregionen die Waldbrandgefahr. Besonders deutlich zeigte sich dies im Südwesten Frankreichs: Ein Feuer bei Saumos breitete sich im Juli in Richtung Le Porge und Lège-Cap-Ferret aus. Campingplätze und Ferienanlagen wurden evakuiert, später musste auch die Halbinsel Lège-Cap-Ferret geräumt werden. Auch in Spanien kam es vor allem in der zweiten Julihälfte zu größeren Bränden und Evakuierungen. Besonders betroffen waren ab dem 23. und 24. Juli das Umfeld von Madrid und Ávila sowie die Provinz Castellón an der Mittelmeerküste. Weitere Feuer wurden im Juli unter anderem in Zamora und Cáceres registriert. In Griechenland rückten Ende Juli und Anfang August mehrere Regionen in den Fokus. Betroffen waren unter anderem Kreta und Lesbos sowie Teile von West-Attika und des Peloponnes.
Auswirkungen auf Reiseabläufe
„Gerade in stark frequentierten Feriengebieten kann sich eine zunächst lokal begrenzte Lage sehr schnell auf Reisende auswirken“, so Conrad weiter. „Straßensperrungen, Evakuierungen oder Einschränkungen bei der Erreichbarkeit einzelner Orte können innerhalb kurzer Zeit relevant werden.“ Der Sommer 2026 zeige erneut, wie eng unterschiedliche Wetter- und Naturrisiken miteinander verbunden sein können, so Conrad. Anhaltende Hitze und Trockenheit könnten Bedingungen schaffen, unter denen sich Waldbrände besonders schnell entwickeln und ausbreiten. Gerade während der Hauptreisezeit könne dies innerhalb kurzer Zeit konkrete Auswirkungen auf Urlaubsregionen und Reiseabläufe haben. (red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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15 Oktober 2026
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