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EU einigt sich auf neue Rechte für Fluggäste
Europaabgeordnete und Mitgliedstaaten der EU haben sich auf neue Fluggastrechte geeinigt. Künftig dürfen etwa Familien im Flugzeug kostenlos Sitzplätze nebeneinander reservieren und Ticketpreise müssen übersichtlich dargestellt werden.
Das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten haben eine Einigung über neue Fluggastrechte erzielt. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von Parlamentspräsidentin Roberta Metsola und Zyperns Verkehrsminister Alexis Vafeades als Vertreter der Staaten in Straßburg. "Diese Vereinbarung wird die Rechte von Fluggästen in ganz Europa stärken. Sie wird sowohl für Verbraucher als auch für Fluggesellschaften mehr Transparenz und Vorhersehbarkeit schaffen, ohne unserer Branche unnötigen bürokratischen Aufwand zu verursachen", teilte Metsola mit.
Mehr Transparenz
Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass bei der Online-Buchung von Flügen standardmäßig Preise inklusive Handgepäck angezeigt werden müssen. Das soll Verbraucher:innen den Preisvergleich erleichtern. Fluggesellschaften können aber weiter Tickets anbieten, bei denen für größere Handgepäckstücke extra gezahlt werden muss - so wie es manche Airlines schon handhaben.
Darüber hinaus sollen Eltern künftig für minderjährige Kinder kostenlos Sitzplätze direkt neben sich reservieren können. Wer bereits digital eingecheckt hat, erhält zudem das Recht auf ein kostenloses ausgedrucktes Ticket.
Entschädigungen bleiben unverändert
Keine Änderungen gibt es bei den Entschädigungszahlungen für Flugverspätungen. Damit bleibt es dabei, dass Passagier:innen bei einer Verspätung von mindestens drei Stunden Anspruch auf eine Entschädigung haben, sofern die Fluggesellschaft für die Verspätung verantwortlich ist. Je nach Flugdistanz beträgt diese 250, 400 oder 600 EUR.
Zudem sollen Fluggesellschaften ihre Gäste künftig digital über ihre Rechte informieren. Für die Beantragung von Entschädigungen bei Verspätungen oder Flugausfällen gilt künftig eine Frist von neun Monaten.
Die Einigung muss noch vom Rat der Mitgliedstaaten sowie vom Plenum des Europäischen Parlaments bestätigt werden. Dies gilt jedoch als Formsache. (APA / red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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