Generalstreik in Portugal am Mittwoch


Foto: Llyod Carr / shutterstock.com
Der portugiesische Gewerkschaftsdachverband CGTP hat für Mittwoch, den 3. Juni 2026, zu einem landesweiten ganztägigen Generalstreik aufgerufen, dem sich zahlreiche Teilgewerkschaften anschließen wollen. 

Hintergrund ist der Widerstand gegen eine geplante Arbeitsmarktreform der portugiesischen Regierung. Bereits im Dezember 2025 hatte die CGTP zu einem Generalstreik aufgerufen; nach weiteren erfolglosen Gesprächen folgt nun der nächste Ausstand.

Flugverkehr stark betroffen

Besonders stark betroffen dürfte der Flugverkehr sein. Vor allem bei TAP Air Portugal aber auch anderen Airlines drohen Ausfälle und Verspätungen – laut Euronews könnten bis zu 500 Flüge betroffen sein. Am Ausstand beteiligt sich das Kabinenpersonal über die Gewerkschaft SNPVAC. Ein separater Fluglotsenstreik ist hingegen nicht bestätigt.

Besonders betroffen sind die Flughäfen Lissabon, Porto und Faro. Für die autonomen Regionen Madeira und Azoren hat die zuständige Behörde DGERT Mindestdienste angeordnet, sodass Verbindungen zu den Inseln grundsätzlich gesichert bleiben. Sicherheits-, Ambulanz- und medizinische Notfallflüge sowie Staats- und Militärflüge laufen ebenfalls weiter. Das portugiesische Recht schreibt während eines Generalstreiks einen Mindestbetrieb vor, wodurch einige wichtige Flugverbindungen sowie grundlegende Flughafenservices erhalten bleiben.

Dennoch sollten Reisende mit zahlreichen Ausfällen und Verspätungen rechnen und den Status ihrer Flüge frühzeitig direkt bei den Fluggesellschaften zu überprüfen. Informationen zu den Flughäfen Lissabon und Porto sind auf den jeweiligen Flughafenwebsites abrufbar. Da sich die Lage kurzfristig ändern kann, empfiehlt es sich, aktuelle Meldungen in portugiesischen Medien sowie bei der Bahngesellschaft CP und dem Flughafenbetreiber ANA zu verfolgen. Generell wird empfohlen, mehr Zeit für Transfers einzuplanen. Auch das Außenministerium warnt in ihren Reisehinweisen vor Behinderungen.

Auch Schienenverkehr betroffen

Nach Angaben des Gewerkschaftsverbands Fectrans beteiligen sich unter anderem Mitarbeitende der Staatsbahn CP, der Metro Lissabon und Porto, der Fährgesellschaft Transtejo/Soflusa sowie verschiedener Bus- und Tramunternehmen. (AG/red)


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