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Die „101 Besten“ landen in Österreich
Mit ihrer „101 Soirée“ hat sich das Ranking „Die 101 besten Hotels“ als Seismograf der internationalen Spitzenhotellerie etabliert. Es steht für Qualität, Innovationskraft sowie gelebte Gastlichkeit auf höchstem Niveau. Im Bürgenstock Resort Lake Lucerne wurden am 19. April die aktuellen Auszeichnungen vergeben. Österreich setzt mit dem „Hotel Sacher Wien“ unter den Gesamtsiegern ein starkes Zeichen und erhält im Herbst 2026 erstmals eine eigene Ausgabe. Das könnte der heimischen Hotellerie zusätzliche Strahlkraft verleihen.
Hoch über dem Vierwaldstättersee, dort, wo sich Architektur, Natur und souverän inszenierter Luxus zu einer fast filmischen Kulisse verdichten, präsentierte sich das Bürgenstock Resort Lake Lucerne als Bühne für einen relevanten Branchentermin der internationalen Hotellerie. Das ikonische Resort, Sinnbild moderner Grandhotellerie, bot am 19. April 2026 den würdigen Rahmen für die Jubiläumsausgabe der „101 Soirée“ mit rund 300 Gästen. Zum zehnten Mal wurden dort die „101 besten Hotels“ ausgezeichnet – ein Ranking, das sich zum verlässlichen Gradmesser für Qualität, Innovation und außergewöhnliche Hospitality entwickelt hat. Initiiert vom früheren Grandhotelier Carsten K. Rath und seinem Sohn David Rath, verfolgt die Initiative ein klares Ziel: Orientierung zu schaffen – für Gäste ebenso wie für die Branche selbst.
„Alles was gemessen wird, wird verbessert. Aber eben nur, was gemessen wird“, formuliert Rath mit der Präzision, die sein Verständnis von Service Excellence seit Jahren prägt. Zugleich gehe es dem Grand-Hotelier darum, auch Partner aus der Industrie stärker sichtbar zu machen. Weil sich Exzellenz in der Hotellerie heute auch entlang komplexer Partnernetzwerke, spezialisierter Strukturen und moderner Distributionssysteme definiert.
Ehrung mit Signalwirkung
Dass Österreich in der Spitzenhotellerie eine tragende Rolle spielt, unterstreichen die aktuellen Ergebnisse: Als Gesamtsieger unseres Landes wurde das „Hotel Sacher Wien“ ausgezeichnet. Nationale Erfolge erzielten auch das „Alpin Resort Sacher” (Kategorie „Luxury Alpine Resort of the Year“), das „Rosewood Vienna” („Luxury Business Hotel of the Year“) sowie das „Interalpen-Hotel Tyrol” („Luxury Family Resort of the Year“). Die weiteren Landesgewinner der DACH-Region wiederum: Das „Vier Jahreszeiten Hamburg“ sowie „The Dolder Grand Zürich“.
Die Präsenz hochkarätiger Branchenvertreter:innen – darunter Elisabeth Gürtler, Matthias Winkler und Reto Wittwer – unterstrich zusätzlich die Relevanz des Rankings. Karl Brüggemann, Direktor des mit einem Award bedachten Interalpen-Hotel Tyrol, bringt die Branchenperspektive auf den Punkt: Carsten K. Rath habe mit dem Ranking „ein auf wissenschaftlich relevanten Daten fußendes Qualitätssiegel geschaffen“, gleichzeitig seien die Veranstaltungen „großartige Gelegenheiten für ein spannendes Networking in der Champions League der Hotellerie“. Der Direktor eines der siegreichen Hotels an diesem Abend erwartet durchaus Effekte auf Auslastung und Buchungsdynamik.
Österreich bekommt eigene Bühne
Nach den erfolgreichen Veranstaltungen in Deutschland und am Wochenende in der Schweiz, bei denen jeweils nationale Rankings sowie eine übergeordnete DACH-Liste präsentiert wurden, hält das Format nun auch in der Donaumetropole Einzug. 2026 wird das Ranking erstmals um eine eigenständige Liste für Österreich und Südtirol ergänzt – flankiert von der etablierten DACH-Auswertung. Rath beschreibt die strategische Stoßrichtung: „Gemeinsam öffnen wir den österreichischen und südtiroler Hoteliers die Türen zu unseren luxusaffinen und lifestyle-orientierten Gästen in Deutschland und der Schweiz und geben diesen Reisenden mit den ‚Die 101 Besten‘ die Orientierung, nach der sie suchen.“
Für touristische Entscheidungsträger könnte daraus ein klarer Mehrwert resultieren, der sich in erhöhter internationaler Sichtbarkeit, einer präziseren Positionierung im Premiumsegment sowie zusätzlichen Impulsen für Vertrieb und Nachfragegenerierung niederschlägt – insbesondere aus den Quellmärkten Deutschland und der Schweiz. Apropos: Die Entscheidung für den Eventstandort Kitzbühel folgt auch strategischen Überlegungen, da ihn die gute Erreichbarkeit auch für die DACH-Kollegenschaft attraktiv macht.
Drei Säulen für Glaubwürdigkeit
Ein für die Branche wichtiges Differenzierungsmerkmal des „101“-Rankings ist seine Methodik, die auf einem klar strukturierten Drei-Säulen-Prinzip basiert: Erstens die fundierte Bewertung durch Branchenexpert:innen, zweitens die systematische Einbindung von Gästefeedback und drittens umfassende Datenanalysen. Untermauert wird dieser Ansatz durch die wissenschaftliche Begleitung der Internationalen Hochschule München (IU), die Transparenz und den höchstmöglichen Grad an Objektivität sicherstellen soll. Rath begegnet der manchmal geäußerten Kritik an Hotelrankings offensiv: „Diese ist berechtigt.“ Gleichzeitig grenzt er sich aber deutlich ab – etwa von inflationären Punktevergaben, angekündigten Testern oder uneinheitlichen Bewertungssystemen. Sein Anspruch: „Die Menschen entscheiden selbst über die Seriosität unseres Rankings – und das Urteil fällt durchweg positiv aus.“
Marke, Markt, Momentum
Seit der Gründung 2019 hat sich „Die 101 besten Hotels“ zu einer festen Größe entwickelt. Hinter der Initiative steht die Institute for Service- and Leadership Excellence AG, unterstützt vom Traveltech-Unternehmen Giata. Raths Resümee fällt selbstbewusst aus und verweist auf die weiterhin wachsende Marktbedeutung: „Sie ist eine Art Luxus-Emblem geworden: Mein Porsche, meine Patek, meine 101-Buchung“, so der executive Chairman mit einem Grinsen.
Für die österreichische Hotellerie eröffnet sich damit jedenfalls ein zusätzlicher Hebel: Wer hier sichtbar ist, positioniert sich wohl nicht nur im Wettbewerb, sondern im internationalen Relevant Set anspruchsvoller Gäste. Ein nicht zu unterschätzender Faktor für Vertrieb, Markenbildung und Wertschöpfung.
Barrierefreiheit als neue Benchmark:
Erstmals wurden 2026 im Rahmen der „101 Soirée“ die besten barrierefreien Hotels ausgezeichnet. Mit der Einführung der Kategorie „Barrierefreiheit“ setzt das Ranking ein starkes Zeichen für Inklusion und Zugänglichkeit. Entwickelt in Zusammenarbeit mit Procap, der größten Schweizer Organisation von und für Menschen mit Behinderungen, würdigt die Auszeichnung Häuser, die ein selbstbestimmtes und uneingeschränktes Reiseerlebnis ermöglichen. Initiator Carsten K. Rath betont die Relevanz als zentrales Qualitätsmerkmal moderner Gastlichkeit. Als Premierensieger wurde das „Centro Magliaso“ im Tessin geehrt.
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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