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Nahost-Krise auf der ITB spürbar - Österreich als sicheres Urlaubsland
Die Nahost-Krise ist auch auf der ITB in Berlin spürbar. Österreich will als sichere Urlaubsdestination punkten - zunächst müssen aber Tausende gestrandete Reisende zurückgeholt werden.
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran hat mit einem Schlag auch die Situation auf der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin verändert. Zwei Welten prallen aufeinander - das aktuelle Kriegsgeschehen versus internationale Gastfreundschaft: Israel und der Iran sind auf der Messe nicht vertreten, die Führungsriege von Airlines wie den Emirates konnte nicht anreisen. Österreich will heuer als sicheres Urlaubsland punkten und erwartet keine größeren Ausfälle.
"Momentan ist es so, dass wir uns in einer akuten Krisenphase befinden", umriss Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) am Dienstag auf der dreitägigen Messe die Lage. Zunächst einmal müsse man die in Not geratenen Österreicher:innen gut nach Hause bringen.
Aktuelle Situation im Nahen Osten
Die Sperre des Luftraums und der Ausfall wichtiger Transitdrehkreuze machen die Rückholung Zehntausender Reisender nötig, die auf den großen internationalen Umsteigeflughäfen Dubai, Doha oder Abu Dhabi gestrandet sind. "Wir gehen davon aus, dass das nach der ersten Phase der Offensive rasch vorangebracht wird", hofft Zehetner.
Auch im weiteren Jahresverlauf wird sich der Krieg auf die Branche auswirken: "Wir werden kurzfristig auf gewisse Märkte verzichten müssen, wenn diese Drehkreuze ausfallen", hielt die Tourismus-Staatssekretärin fest. "Reiseentscheidungen werden sich verändern." Auch die Stimmung sei verändert.
Österreich als sicheres Urlaubsland
Der Ausblick für den heimischen Tourismus für 2026 ist vorerst nach wie vor positiv: "Österreich kann als Reiseziel durchaus profitieren, wenn Ausschau nach einer sicheren Reisedestination gesucht wird", erwartet Zehetner. Österreich rangiere auf Platz vier im "Global Peace Index", betonte die Tourismus-Staatssekretärin. Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, bekräftigt im Rahmen der ITB: "Wir gehen von einer stabilen Entwicklung aus - mit einem nachhaltigen Ganzjahrestourismus als Ziel. Karin Seiler, Geschäftsführerin der Tirol Werbung, die heuer auch Sprecherin der Landestourismusorganisationen ist, schließt sich dem an und meint, nach den Ereignissen am Wochenende dürften Destinationen gefragt sein, die "klein, sicher, kühl und nah". (APA / red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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3 März 2026
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