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Lufthansa wieder im Normalbetrieb


Lufthansa Boeing 777-9
Nach dem Warnstreik des Bodenpersonals mit über 1.000 Flugabsagen ist die Lufthansa wieder in den Normalbetrieb zurückgekehrt. Es fänden nahezu alle Flüge statt, sagte am Donnerstag eine Unternehmenssprecherin. Am Drehkreuz Frankfurt hatte es in der Früh einige wenige Flugstreichungen gegeben.

Am Dienstag und Mittwoch hatte die Lufthansa mehr als 1.000 Flüge mit 134.000 betroffenen Passagieren an den Drehkreuzen München und Frankfurt gestrichen. Verdi hatte rund 20.000 Beschäftigte des Bodenpersonals zu einem Warnstreik aufgerufen, um in den Gehaltsverhandlungen Druck aufzubauen. Das Unternehmen hat den nach zwei Verhandlungsrunden ausgerufenen Ausstand als unverhältnismäßig kritisiert. Weitere Arbeitskampfmaßnahmen vor der nächsten Verhandlungsrunde in der kommenden Woche hat Verdi ausgeschlossen.

Weitere Arbeitskampfmaßnahmen möglich

Kurz nach dem Streiktag des Lufthansa-Bodenpersonals am Mittwoch stellt auch die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) die Weichen für einen Arbeitskampf. Am Sonntag ende die Urabstimmung, sagte VC-Tarifvorstand Marcel Gröls dem Magazin „Der Spiegel" in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. „Wenn sich die Mehrheit der Piloten dafür ausspricht, bedeutet das nicht, dass gleich gestreikt wird. Aber es ist ein Warnsignal. Und: Wir bluffen nicht." Wenn das Management der Fluggesellschaft in den seit Monaten laufenden Tarifverhandlungen kein gutes Angebot mache, habe das Cockpit-Personal der Airline keine andere Wahl als zu streiken. „Wir sind redebereit. Aber unsere Geduld ist begrenzt."

Einheitliche Organisation als Ziel

Die VC fordert Gröls zufolge 5,5% mehr Gehalt für 2022 und danach einen automatischen Inflationsausgleich. Zudem drängen die Piloten auf eine einheitliche Tarifstruktur. Statt die Komplexität durch weniger Flugbetriebe zu reduzieren, wie es Lufthansa-Chef Carsten Spohr vor der Coronakrise anstrebte, seien zwei neue gegründet worden. „Wir behaupten: einzig, um Tarifverträge zu umgehen." Die Konzernspitze trenne damit die Mannschaft künstlich, statt eine schlagkräftige, einheitliche Organisation zu schaffen. „Eher muss doch das Ziel sein, die besten Vergütungen zum Maßstab zu erheben und andere Beschäftigtengruppen heranzuführen", ergänzte Gröls. (APA/red)


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