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Heimischer Tourismus: drei Ansätze zum Comeback


Teamgeist - Foto: Africa Studio / shutterstock.com
Elisabeth Köstinger und Sebastian Kurz präsentierten gestern Abend die Ergebnisse eines Comebackplans für den heimischen Tourismus.

Im sogenannten Comeback-Plan sind drei Schwerpunkte enthalten: Stärkung von Eigenkapital und neue Finanzierungsperspektiven, Modernisierung des Arbeitsmarktes sowie Reiseverhalten der Zukunft und Kooperation zwischen Tourismus und Regionen.

Auf geht's!

Tourismusministerin Köstinger startete im April einen Prozess unter dem Motto "Auf geht's - Zum Comeback des heimischen Tourismus" und lud Praktiker ein, die Ausgangslage, Herausforderungen und Schwerpunkte zu diskutieren. Die Ergebnisse davon seien in den Plan eingeflossen und es hätten sich die drei Bereiche als wesentliche Handlungsfelder herauskristallisiert. Die Pandemie habe das Reiseverhalten österreichischer Gäste verändert. Dies zeige die gestiegene Sensibilität gegenüber Gesundheits- und Sicherheitsfragen, aber auch das geänderte Bewusstsein für Qualitätstourismus und den Umgang mit der Natur. Die Österreich Werbung (ÖW) hat ein zusätzliches Budget von 40 Mio. Euro "für die größte Kampagne, die die ÖW jemals gemacht hat" bekommen, sagte ÖW-Chefin Lisa Wedding. Vorerst würde man sich noch auf die Nahmärkte konzentrieren, aber schon bald seien auch wieder Fernreisen möglich. Im Herbst starte man daher mit den Aktivitäten in Amerika, im Frühjahr nächsten Jahres rechne man auch wieder mit Nachfrage aus Asien und den arabischen Ländern.

Touristischer Arbeitsmarkt

Beim Bereich Arbeitsmarkt brauche es eine Modernisierung. Arbeitsminister Martin Kocher habe Unterstützung zur Reform des touristischen Arbeitsmarktes angekündigt. 15 Prozent der Arbeitskräfte seien in andere Branchen abgewandert, sodass Tourismusbetrieben derzeit das Personal für die Öffnung fehle. Der bereits vor der Krise bestehende Fachkräftemangel haben sich weiter verschärft  - der Wettbewerb mit anderen Branchen würde eine Erneuerung der Rahmenbedingungen erfordern, ist sich Robert Seeber, Obmann der Bundessparte Tourismus, sicher. Die Branche hätte einige Assets wie Kost, Logis und gutes Trinkgeld - diese Dinge werde man neben dem guten Betriebsklima und der Wertschätzung zukünftig in den Fokus stellen. Daneben betonte Seeber noch die "interessanten Weiterbildungs- und Bildungsangebote - besonders auch für Neu- und Berufsumsteiger.

Stärkung des Eigenkapitals

Aktuell werden neue Förderungsrichtlinien für die gewerbliche Tourismusförderung des Bundes erarbeitet. Seeber bezeichnete das Eigenkapital als "größte Herausforderung" für die Unternehmen der Branche - über ein Drittel sei hoch verschuldet - und richtete in diesem Zusammenhang an Bundeskanzler Kurz den Wunsch nach einer im Jahr 2022 neuerlich reduzierten Mehrwertsteuer von fünf Prozent. (apa/red)

"Das Thema der Eigenkapitalausstattung war bereits vor der Krise evident und hat sich jetzt noch verstärkt. Die Wirtschaftshilfen waren wichtig, sie haben die Mitarbeiter unterstützt, Jobs konnten gehalten werden - nun braucht es aber langfristige Perspektiven", so Köstinger.

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Sandra Zurek

Autor/in:

Nach 10 Jahren ist Sandra Zurek zum Profi Reisen Verlag zurückgekehrt und zeichnet aktuell neben Vermarktung und Medienkooperationen auch für Redaktion verantwortlich.





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