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Happy Birthday, KLM!


Auf die nächsten 100 Jahre! V.l. Guido Hackl, KLM/Air France Österreich, S.E. Aldrik Gierveld, Botschafter der Niederland in Wien, und Thijs Koman, GM AF/KLM Alps, Balkan und Central Europe - Foto: tip/erp
Die älteste Fluglinie der Welt feiert ihren 100. Geburtstag auch in Wien.

Nach Feierlichkeiten in Amsterdam zelebrierte KLM ihren runden Geburtstag auch in Niederländischen Botschaft in Wien. Keine andere kommerzielle Fluglinie arbeitet so lange wie die KLM unter demselben Namen. Am 7. Oktober 1919 gründeten einige Geschäftsleute und Bankiers in Den Haag die „Koninklijke Luchtvaart Maatschappij voor Nederland en Kolonien“, kurz KLM Royal Dutch Airlines. Als Väter der Fluglinie gelten Albert Plesman, Pilot und Geschäftsmann, und Anthony Fokker, der Flugzeuge für die KLM konstruierte. Da die damalige Königin der Niederlande, Wilhelmina, die Idee einer nationalen Fluglinie unterstützte, verlieh sie dem jungen Unternehmen den Titel „Königlich“.

„Der Ozean der Luft...“

Als erster CEO prägte Albert Plesman den Slogan: „The ocean of the air unites all people“. Da die Niederlande aufgrund ihrer geringen Größe die Fluglinie nicht auslasten konnten, setzte KLM von Anfang an auf Transferpassagiere. Zum ersten Interkontinentalflug hob 1924 eine Fokker VII in Amsterdam: Für die 16.000 Kilometer wurden 21 Zwischenlandungen in 24 Tagen angesetzt. Ziel war Batavia, die Hauptstadt der niederländischen Kolonie Dutch East India - das heutige Jakarta in Indonesien. Da die Maschine allerdings wegen eines technischen Defekts mehrere Wochen „gegroundet“ war, dauerte die ganze Reise letztendlich fast zwei Monate. Kommerzielle Verbindungen nach Batavia wurden erst in den 1930er aufgenommen und 1940 war die Flugzeit bereits auf sechs Tage gesunken.

In Wien seit 1936

Wien und Amsterdam verbindet die KLM bereits seit 1936, anfangs mit einer DC2. 1958 wurden Flüge zwischen Amsterdam und Teheran mit einer DC7 mit Platz für 109 Passagiere mit Zwischenlandung in Wien eingeführt. Als 1965 mit der DC8 die ersten Jets zum Einsatz kamen, wurden weitere Langstrecken ins Streckennetz inkludiert. Z.B. Amsterdam – Wien – Arusha – Daressalam. Die Verbindung Amsterdam – Wien – Dubai – Bangkok wurde mit der zweiten B747 der KLM, die auf den Namen „Donau“ getauft wurde, bedient. Als Lauda Air 1980 die Strecke Wien – Bangkok nonstop zu fliegen begann, zog sich KLM aus wirtschaftlichen Gründen von dieser Route zurück. Von 1996 – 1998 flog Tyrolean Airways (VO) als Zubringer Passagiere aus den Bundesländern nach Amsterdam. Als VO in Austrian Airlines integriert wurde, übertrug KLM die Partnerschaft auf Air Alps.

Joint Venture-Pionier

Die Bedeutung von Kooperationen mit anderen Airlines hatte KLM sehr früh erkannt. Bereits 1997 wurde ein 50/50-Joint Venture mit Northwest Airlines gegründet, dem eine jahrelange Codeshare-Verbindung zwischen beiden Carriern vorausgegangen war. Das Abkommen gilt als das erste seiner Art in der internationalen Luftfahrt, noch bevor die großen Allianzen geschlossen wurden. 2003 fällt die Entscheidung zum Merger von KLM und Air France, 2004 schließen sich KLM, Northwest und Continental der Allianz SkyTeam an, zu der neben Air France und Delta Air Lines auch Alitalia, Korena Air, CSA Czech Airlines und Aéro Mexico gehören. Das Thema Nachhaltigkeit hat bei KLM einen hohen Stellenwert. 2011 hob der erste Passagier-Linienflug mit Bio-Treibstoff in Amsterdam mit Ziel Paris ab. Heute werden 33% aller Tickets online gebucht, 350 Social Media-Agents betreuen den KLM-Auftritt auf verschiedenen Internet-Plattformen, denen 28 Millionen Fans folgen. Nach dem traurigen Ende von Thomas Cook nach 178 Jahren als Veranstalter ist KLM das älteste internationale touristische Unternehmen, das durchgehend unter gleichem Namen aufgetreten ist. Auf die nächsten 100! (red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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